Aktuelle klinische Studien bestätigen, dass der regelmäßige Konsum von Rote-Bete-Saft aufgrund seines hohen Gehalts an Nitraten den Blutdruck senken kann. Dieser Effekt ist besonders bei Menschen mit Bluthochdruck ausgeprägt. Bei bestehenden Erkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten ist jedoch Vorsicht geboten.
Studien zum Wirkmechanismus von Rote-Bete-Saft deuten auf eine einfache biochemische Kette hin: Nitrate aus der Nahrung werden im Körper in Stickstoffmonoxid umgewandelt, eine Substanz, die die Gefäßwände entspannt und die Durchblutung verbessert. Daher wurde in mehreren randomisierten Studien bei Patienten nach mehrwöchigem regelmäßigem Konsum einer standardisierten Menge Saft eine moderate, aber stabile Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks beobachtet. Der Effekt ist bei Menschen mit bereits erhöhtem Blutdruck am deutlichsten ausgeprägt; bei Menschen mit normalen Werten fallen die Veränderungen in der Regel geringer aus.
Neben der Roten Bete betonen die Forscher die Bedeutung einer ganzheitlichen Ernährung: Lebensmittel, die reich an Kalium und anderen wertvollen Nährstoffen sind – wie Bananen, Beeren und fettarme Milchprodukte – tragen ebenfalls zur Blutdruckregulierung bei und sind Bestandteil empfohlener Ernährungsformen wie der DASH-Diät. Daher entfalten Rote-Bete-Saft seine positiven Eigenschaften am besten im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung und nicht als alleiniges „Wundermittel“.
Wissenschaftliche Studien und klinische Empfehlungen weisen jedoch auf die Risiken hin. Rote-Bete-Saft enthält viele Nitrate, und bei Nierenproblemen oder der Einnahme bestimmter Medikamente, die den Nitratstoffwechsel beeinflussen, können unerwünschte Wechselwirkungen oder ein übermäßiger Blutdruckabfall auftreten. Einige Studien weisen zudem auf die Bildung von N-Nitrosoverbindungen bei sehr hohem und längerem Konsum konzentrierter Nitratquellen hin. Daher ist es ratsam, übermäßige Konzentrationen in der Ernährung zu vermeiden. Generell überwiegen die Vorteile von Gemüse die potenziellen Risiken, doch bei konzentrierten Produkten ist besondere Vorsicht geboten.
Nützliche Tipps (für eine sichere und effektive Anwendung):
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Beginnen Sie mit einer kleinen Dosis und beobachten Sie Ihr Wohlbefinden und Ihren Blutdruck: zum Beispiel 100–250 ml Rote-Bete-Saft 3–7 Mal pro Woche – und passen Sie die Dosis dann unter ärztlicher Aufsicht an (in Studien wurden oft ~250 ml täglich verwendet).
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Bevorzugen Sie frische/standardisierte Getränke mit bekanntem Nitratgehalt gegenüber unbekannten „Konzentraten“ mit nicht verifizierter Zusammensetzung.
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Wenn Sie an chronischen Krankheiten (Nierenerkrankungen, Herzerkrankungen) leiden oder Medikamente einnehmen, besprechen Sie die Einnahme von Rote-Bete-Saft mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
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Denken Sie daran, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen: Die DASH-Diät (reich an Obst und Gemüse, fettarme Milchprodukte und wenig Salz) ist wissenschaftlich am besten belegt, wenn es um die Senkung des Blutdrucks geht. Rote-Bete-Saft ist eine wirksame Ergänzung, aber nicht die einzige Lösung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hindeuten, dass Rote-Bete-Saft eines der wirksamsten natürlichen Mittel zur Blutdrucksenkung ist. Dieser Effekt beruht auf einem Mechanismus, der Nitrate und Stickstoffmonoxid einbezieht. Am effektivsten ist er im Rahmen eines umfassenden Ansatzes zur Blutdruckkontrolle, der Ernährung, Bewegung und gegebenenfalls Medikamente umfasst. Es ist wichtig, vor der regelmäßigen Einnahme von Rote-Bete-Saft, insbesondere in hohen Dosen oder als Konzentrat, einen Arzt zu konsultieren.

