Grüner Tee kann das Demenzrisiko verringern, wenn er in Maßen konsumiert wird – bis zu sechs Tassen pro Tag, so eine Studie von Wissenschaftlern des Qingdao College in China, die in der Fachzeitschrift Translational Psychiatry .
Altern ist unvermeidlich, doch einige Faktoren lassen sich beeinflussen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, dass weltweit über 55 Millionen Menschen mit Demenz leben, einer Erkrankung, die Gedächtnisverlust und ständige Pflegebedürftigkeit verursacht. Die häufigste Form (bis zu 70 % der Fälle) ist die Alzheimer-Krankheit.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass regelmäßiger Konsum von grünem Tee das Risiko kognitiver Beeinträchtigungen verringern kann. Personen, die täglich Tee tranken (ein bis sechs Tassen), hatten ein um 16 % geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Insbesondere das Risiko für Alzheimer sank um 16–19 % und für vaskuläre Demenz um 25–29 %.
Der größte Schutzeffekt wurde bei einem Konsum von drei Tassen Tee pro Tag beobachtet. Dies war die optimale Menge – Wissenschaftler sprechen hier von einem sogenannten U-förmigen Zusammenhang: Übermäßiger Konsum (mehr als sechs Tassen) brachte im Vergleich zum vollständigen Verzicht auf Tee keine zusätzlichen Vorteile.
Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Demenz durch einfache Änderungen der täglichen Ernährung vorgebeugt werden kann. Ärzte warnen jedoch: Tee ist kein Heilmittel, sondern nur ein Faktor von vielen, der das Risiko verringern kann.

