Cyberkriminelle erstellen gefälschte Webseiten, um ukrainische Konten zu stehlen

Ukrainische Nutzer sind Ziel einer neuen Betrugswelle geworden – diesmal unter dem Deckmantel der Aufforderung, eine elektronische Petition zu unterzeichnen. Angreifer versenden massenhaft Nachrichten mit gefälschten Links, die angeblich zur offiziellen Website von „Elektronischen Petitionen“ führen.

Laut den Strafverfolgungsbehörden funktioniert die Masche ganz einfach: Das Opfer erhält eine Nachricht mit der Bitte, eine Petition zu unterstützen, beispielsweise für die Verleihung eines Ehrentitels. Ein Klick auf den Link führt zu einer gefälschten Webseite, wo das Opfer aufgefordert wird, sich einzuloggen oder persönliche Daten einzugeben. Dadurch erhalten die Betrüger Zugriff auf Konten und können nicht nur Zugangsdaten und Passwörter, sondern auch andere vertrauliche Informationen stehlen.

Das Innenministerium weist darauf hin, dass man zunächst die Webadresse überprüfen sollte – sie sollte mit der offiziellen Domain beginnen und keine unnötigen Zeichen oder Grammatikfehler enthalten. Stammt der Link von einer unbekannten Nummer, E-Mail-Adresse oder einem Messenger, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Betrug.

Experten raten davon ab, solche Links anzuklicken, persönliche Daten einzugeben und Informationen stets über offizielle Quellen zu überprüfen. Bei verdächtigen Aktivitäten empfiehlt es sich, dies der Cyberpolizei zu melden.

Die ukrainische Cyberpolizei hat allein im Jahr 2024 bereits über 12.000 Fälle von Datendiebstahl durch Phishing-Links registriert. Und obwohl sich die Vorgehensweisen ändern, bleibt das Hauptziel der Angreifer dasselbe: Zugang zu persönlichen oder finanziellen Daten der Bürger zu erlangen.

Dieser Vorfall ereignete sich kurz nachdem die Staatsanwaltschaft Kiew Anklage gegen einen selbsternannten Aktivisten erhoben hatte, der drei Wohnungen in der Hauptstadt besetzt hatte. Der Angreifer hatte Dokumente gefälscht und sich als Verwandter der verstorbenen Wohnungseigentümer ausgegeben.

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