Das ukrainische Antimonopolkomitee hat Ermittlungen wegen möglicher Preisabsprachen auf dem Kraftstoffmarkt eingeleitet. Es geht dabei um mutmaßlich wettbewerbswidrige Absprachen zwischen Marktteilnehmern auf dem Benzin- und Dieselmarkt.
Die Eröffnung des Verfahrens wurde vom Abgeordneten Danylo Hetmantsev unter Berufung auf Informationen des ukrainischen Antimonopolkomitees . Laut Hetmantsev habe das Komitee bereits Anzeichen für mögliche Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht festgestellt.
Eine offizielle Untersuchung ist im Gange. Experten analysieren das Verhalten der Marktteilnehmer, um festzustellen, ob die Kraftstoffpreise künstlich manipuliert wurden. Bei einem Schuldspruch drohen den Unternehmen empfindliche Geldstrafen von bis zu 10 % ihres Jahresumsatzes.
Der Markt für Erdölprodukte zählt traditionell zu den sensibelsten Märkten für Wirtschaft und Verbraucher. Jegliche abgestimmten Aktionen großer Tankstellenketten können sich unmittelbar auf die Kraftstoffpreise für die Ukrainer auswirken.
Das Parlament betont, dass die Lage unter Kontrolle sei. Die Behörden erwarten, dass die Untersuchung die Frage beantwortet, ob ein Missbrauch der Marktstellung und künstlich überhöhte Preise vorlag.
Sollte sich die Verschwörung bestätigen, könnte dies einer der aufsehenerregendsten Kartellrechtsfälle der letzten Jahre auf dem ukrainischen Kraftstoffmarkt werden.

