Das ukrainische Ministerium für Bildung und Wissenschaft (MES) hat neue Empfehlungen zur Bewertung der Lernergebnisse von Schülern der Klassen 5-9 vorgelegt. Die Änderungen betreffen nicht nur das Notensystem, sondern auch die Einführung neuer Dokumente, die die Leistungen der Schüler widerspiegeln sollen.
Es wird darauf hingewiesen, dass Schulen gegebenenfalls Änderungen daran vornehmen können, um das Bildungsprogramm der jeweiligen Bildungseinrichtung und die Bedürfnisse der Schüler bestmöglich zu berücksichtigen. Das Leistungszertifikat besteht aus zwei Teilen:
- Merkmale der Lernaktivitäten. Hier beurteilen Lehrkräfte am Ende des Schuljahres den Entwicklungsstand übergreifender Kompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern. Dazu gehören Leseverständnis, Meinungsäußerung, kritisches und systematisches Denken, Eigeninitiative usw. In diesem Abschnitt werden keine Noten vergeben. Die Lehrkraft gibt lediglich eine der folgenden Entwicklungsstufen für eine bestimmte Kompetenz an: „Erreicht große Erfolge“, „Zeigt deutliche Fortschritte“, „Benötigt Unterstützung und Förderung“. Die Lehrkräfte können diesen Teil des Zertifikats gemeinsam oder von der jeweiligen Klassenlehrkraft ausfüllen.
- Merkmale der Lernergebnisse. Dieser Abschnitt enthält die Noten für Fächer/integrierte Kurse pro Semester und für das Jahr. Zunächst vergibt die Lehrkraft eine Note für die einzelnen Gruppen von Lernergebnissen, die im staatlichen Standard für die Grundbildung definiert sind. Anschließend vergibt sie die Gesamtnote für das Semester. Für jede dieser Gruppen von Lernergebnissen vergibt die Lehrkraft eine Note. Die Gesamtnote für das Semester ergibt sich aus den vier Noten für die einzelnen Gruppen von Lernergebnissen, die Jahresnote aus den Semesternoten.
„Angesichts der unterschiedlichen Bildungsbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler und der zunehmenden Bildungsdefizite und -lücken empfehlen wir Lehrkräften, die Lernergebnisse flexibel zu bewerten. Die Bewertungsansätze können sich in den verschiedenen Jahrgangsstufen einer allgemeinbildenden Sekundarschule unterscheiden, um das Bildungsprogramm der Schule umzusetzen und die Autonomie der Lehrkräfte zu wahren“, so das Ministerium für Bildung und Wissenschaft.

