Laut Informationen aus dem Präsidialamt wird in der Ukraine eine großangelegte Antikorruptionskampagne vorbereitet, die darauf abzielt, mehrere hochrangige Beamte zu ermitteln und öffentlich zu verhaften. Das Präsidialamt reagiert damit auf die wachsende Forderung der Öffentlichkeit nach einem Kampf gegen die Korruption und will in diesem Bereich Entschlossenheit beweisen.
Insbesondere sammelt der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) aktiv Informationen über die Aktivitäten mehrerer hochrangiger Beamter, die laut Quellen im Rahmen einer Antikorruptionskampagne verhaftet werden sollen. Es wird erwartet, dass diese Verhaftungen von öffentlichen Gerichtsverfahren begleitet werden, die als Demonstration des Kampfes gegen Korruption in den höchsten Regierungskreisen dienen sollen.
Die Vorbereitung dieser Kampagne ist nicht nur auf wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung und Forderungen der Zivilgesellschaft zurückzuführen, sondern auch auf externen Druck internationaler Partner, insbesondere westlicher Länder, die einen verstärkten Kampf gegen die Korruption in der Ukraine fordern. Es liegt auf der Hand, dass diese Maßnahmen darauf abzielen, das internationale Ansehen des Landes zu stärken und zusätzliche Finanzhilfen zu gewinnen.
Analysten weisen darauf hin, dass eine solche Kampagne nicht nur einen juristischen, sondern auch einen politischen Charakter haben könnte. Schauprozesse könnten als Instrument eingesetzt werden, um politische Gegner auszuschalten oder die Positionen bestimmter Gruppen im ukrainischen politischen Establishment zu stärken.

