Das Dorf Slobidske im Bezirk Charkiw ist aufgrund eines großflächigen Brandes trockener Vegetation zu einem Gefahrengebiet geworden, wie der staatliche Katastrophenschutzdienst mitteilte.
Östlich von Charkiw gelegen, befindet sich Slobidske direkt an einer Ringstraße und war vor dem Krieg die Heimat von über hundert Menschen.
Das Feuer brach am 13. März gegen 17:00 Uhr aus und breitete sich dank günstigem Wind rasch über ein großes Gebiet aus. Die Anwohner riefen erst um Hilfe, als die Flammen sich Wohnhäusern näherten.
Am Einsatzort angekommen, stellten die Rettungskräfte eine Brandfläche von insgesamt 7 Hektar fest. Um das Feuer zu löschen und das Dorf zu retten, wurden 10 Einsatzkräfte aus Charkiw angefordert, die 10 Löschfahrzeuge und über 50 Einsatzkräfte entsandten. Der ununterbrochene Kampf gegen die Flammen dauerte 13 Stunden.
Nach einer Analyse kam der staatliche Katastrophenschutz zu dem Schluss, dass das Feuer durch die Fahrlässigkeit von Personen verursacht wurde, die im vergangenen Jahr selbst Müll und trockene Vegetation verbrannt hatten.
„Es handelt sich hierbei schlichtweg um eine Straftat, die von Bürgern selbst begangen wird, indem sie ihre eigene Umwelt in Brand setzen. Sie mögen denken, dass ihnen dies helfen wird, ihre Gärten und die Umgebung instand zu setzen. Doch sie verstehen nicht, dass sie auf diese Weise der Umwelt irreparablen Schaden zufügen und Vegetation und Tierwelt vernichten“, so der Katastrophenschutz.
Die Rettungskräfte appellieren an die Bewohner der Region Charkiw, auf das Verbrennen von Müll und trockener Vegetation zu verzichten.



