Ein Gericht in Odessa befand die Ärztin Natalia Salzman der Bestechung für schuldig. Für 400 Dollar hatte sie sich bereit erklärt, einen fingierten Krankenhausaufenthalt von Kindern zu organisieren.
Das Primorsky-Bezirksgericht von Odessa fällte ein Urteil gegen Natalia Saltsman, Leiterin der Kinderabteilung Nr. 2 des städtischen Kinderkrankenhauses Nr. 3. Die Ärztin bekannte sich der Annahme illegaler Vorteile schuldig und wurde mit einer Geldstrafe und einem einjährigen Verbot der Ausübung von Führungspositionen bestraft.
Wie die Ermittlungen ergaben, trat Saltzman ihre Stelle Ende Mai 2024 an. Bereits im Oktober verlangte sie von einer Anwohnerin 500 US-Dollar für die Ausstellung einer fingierten Krankenhausbescheinigung für ihre Kinder. Das Dokument sollte außerdem belegen, dass sich der Vater der Kinder angeblich mit ihnen zur stationären Behandlung im Krankenhaus befand.
Nach mehreren Gesprächen wurde der Betrag für die „Leistung“ auf 400 US-Dollar reduziert. Am 13. November 2024 suchte die Familie das Krankenhaus auf. Nachdem der Arzt die fingierte Einweisung veranlasst hatte, erhielt er am nächsten Tag den vereinbarten Betrag und wurde von der Polizei festgenommen.
Im Prozess bekannte sich Natalia Salzman schuldig, drückte Reue aus und bestätigte die in der Anklageschrift dargelegten Umstände. Das Gericht berücksichtigte ihre aufrichtige Reue, ihre Kooperation mit den Ermittlungsbehörden und das Fehlen erschwerender Umstände.
Infolgedessen verhängte das Gericht gegen die Ärztin eine Geldstrafe von 25.500 Hrywnja und untersagte ihr für ein Jahr die Ausübung leitender Positionen in medizinischen Einrichtungen. Eine Haftstrafe wurde nicht verhängt, da das Gericht zu dem Schluss kam, dass eine Besserung ohne gesellschaftliche Isolation möglich sei.

