Wir suchen zwar oft den schnellsten Weg, um in den gewünschten Stock zu gelangen, doch die Treppe statt des Aufzugs zu benutzen, kann eine tägliche Investition in die eigene Gesundheit sein. Schon wenige Treppenabsätze am Tag können spürbare Vorteile bringen – und zwar nicht nur körperliche.
Ein Paradebeispiel dafür ist der in Las Vegas lebende Shawn Grizzly, der am 3. September 2021 einen Weltrekord aufstellte, indem er in weniger als 23 Stunden 8.849 Meter (29.000 Fuß) auf- und abstieg – das entspricht der Höhe des Mount Everest. Und das alles… auf den Stufen seines eigenen Hauses.
Seine Zeit – 22 Stunden, 57 Minuten und 2 Sekunden – wurde offizieller Rekord in der Kategorie Vertikalaufstieg. Doch neben Extremsportarten gewinnt auch das sogenannte „Tower Running“ – ein Wettkampf im Klettern in schwindelerregenden Höhen innerhalb von Wolkenkratzern – weltweit immer mehr an Popularität. Es gibt sogar eine Internationale Tower Running Association mit einer offiziellen Rangliste der Athleten.
Man muss jedoch nicht wie ein Profi trainieren, um die Vorteile zu erleben. Regelmäßiges Treppensteigen:
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verbessert die Funktion von Herz und Blutgefäßen – schon 3–5 Minuten täglich haben eine Wirkung;
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Stärkt Muskeln und Gelenke;
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Steigert das Energieniveau und verbessert die Stimmung durch die Freisetzung von Endorphinen;
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aktiviert die Gehirnfunktion – stimuliert Gedächtnis und Konzentration;
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Hilft bei der Gewichtskontrolle – 10 Minuten Treppensteigen verbrennen so viele Kalorien wie 20 Minuten Gehen.
Studien zeigen, dass selbst Büroangestellte, die mehrmals täglich die Treppe nehmen, eine bessere Leistung erbringen und ein geringeres Risiko für Depressionen aufweisen.
Vielleicht sollten Sie also doch die Treppe dem Aufzug vorziehen – besonders wenn Sie pünktlich sind und nur noch wenige Stockwerke vor sich haben. Es ist eine einfache, günstige und zuverlässige Möglichkeit, sich besser zu fühlen – Schritt für Schritt.

