Der Bürgermeister von Pawlohrad, Anatolij Werschyna, konnte während des Krieges eine deutliche Erhöhung seiner Pension erzielen. Bezog er 2021 noch 78.400 UAH, so werden es 2024 bereits 263.500 UAH sein – das Dreifache. Gleichzeitig erwarb seine Frau Walentyna Werschyna eine Immobilie im Kurort Truskavets.
Ein solch drastischer Anstieg der Zahlungen wurde durch die Klagen des Bürgermeisters gegen den Pensionsfonds ermöglicht.
- Im Februar 2022 reichte Vershyna die erste Klage ein und legte dazu ein Zertifikat des Ärzteverbandes des Innenministeriums vor.
- Das Gericht hat seinen Forderungen teilweise entsprochen.
- Im Oktober 2023 reichte der Bürgermeister von Pawlohrad eine zweite Klage ein, in der er die Wiedereinführung des monatlichen Zuschlags von 2.000 UAH forderte.
- Das Gericht gab ihm erneut Recht.
Es ist erwähnenswert, dass Anatoliy Vershyna der ehemalige Leiter der Polizeibehörde von Pavlohrad ist und daher Anspruch auf eine Sonderpension vom Innenministerium hat.
Während die Pension des Bürgermeisters wuchs, vergrößerte seine Familie ihr Vermögen erheblich:
- Im Februar 2024 erwarb Wershynas Ehefrau ein Sommerhaus in Truskavets mit einer Fläche von 211,1 m².
- Die Kosten der Immobilie beliefen sich auf 1,36 Millionen UAH.
- Sie kaufte außerdem ein 0,07 Hektar großes Grundstück.
- In Pavlograd ist eine neue Wohnung mit einer Fläche von 63,3 m² entstanden.
- Die Familie kaufte einen neuen Stema ST 02-1 Anhänger (Baujahr 2022) für 111.000 UAH.
Offiziell verfügt Wershyna nicht über Bankguthaben, ihre Erklärung weist jedoch Bargeldersparnisse in Höhe von 650.000 UAH und 7.000 EUR aus.
Die drastische Erhöhung der Beamtenpension und seine aktiven Immobilienkäufe während des Krieges werfen in der Gemeinde viele Fragen auf. Viele fragen sich, inwieweit die Gerichtsentscheidungen zur Erhöhung der Pensionszahlungen gerechtfertigt waren und woher die Familie des Bürgermeisters das Geld für die Immobilien in dem Kurort hatte.

