Am 17. September erschien auf dem Portal Prozorro die Information über den Kauf von 317.240 m² Drohnenabwehrnetzen im Wert von 6,3 Millionen UAH. Auftraggeber war die Abteilung für Zivilschutz und Verteidigung der Regionalverwaltung Cherson unter der Leitung von Jewhen Pisozki. Dies berichtet die Publikation MOST.
Die OVA Cherson rühmte sich bereits damit, dass ein Drittel der Netze bereits gespannt sei – dies wird als ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Region vor feindlichen Drohnen dargestellt.
Doch die eigentliche Brisanz der Geschichte liegt in der Lieferantin. Es handelte sich um Nataliya Borshchyvych, eine Unternehmerin aus Luzk, die sich erst im Juli als Einzelunternehmerin registrieren ließ. Unmittelbar nach der Gründung ihres Unternehmens erhielt sie einen Millionenauftrag für Rüstungsgüter.
Für den Transport der Netze kaufte sie einen ZIL-1991-Lkw, der in den sozialen Medien bereits zum Gegenstand von Witzen geworden ist – man sagt: „Retro-Technologie gegen Drohnen“.
Journalisten beleuchten Borshchevichs Vergangenheit. Bevor sie ihr Unternehmen gründete, war sie in den Handel mit expliziten Online-Inhalten verwickelt und wurde auch strafrechtlich verfolgt.

Die Unternehmerin selbst erklärt, sie habe „durch Zufall von den Netzen erfahren“ und bezeichnet alle Verdächtigungen der Strafverfolgungsbehörden als Missverständnis.

