Hryhoriy Svitlytskyi war ein bedeutender ukrainischer Künstler, der 16 Jahre lang die Restaurierung der Isaakskathedrale in St. Petersburg leitete und zum ersten Volkskünstler der Ukrainischen SSR ernannt wurde. Er wurde als „Dichter der mondhellen Nächte“ bezeichnet, und seine Wandmalereien in der Kirche der Kreuzerhöhung beeindrucken noch heute. Doch das Andenken an diesen Künstler und sein Museum in Kiew sind bedroht.
Nach einem langen Leben in St. Petersburg kehrte Switlyzki 1919 nach Kiew zurück und ließ sich im Haus seiner Eltern in der Degtjarnaja-Straße 30 nieder. In diesem Gebäude wurde 1958 ein Museum eröffnet, das seinem Werk gewidmet ist.
Das Museum ist jedoch schon lange außer Betrieb: Es wurde 1992 geschlossen, und 2015 befand sich das Gebäude in einem Zustand des Verfalls. Heute ist es eine wahre „Insel im Dschungel“ – ein vernachlässigtes Denkmal inmitten der repräsentativen Gebäude von Vozdvizhenka. Bei der letzten Inspektion war das Museum von dichtem Gestrüpp überwuchert, und das Gebäude lag in Trümmern, teils nur noch von Betonmauern gestützt, teils von einem Hang eingedrückt.
Noch besorgniserregender ist, dass keine offiziellen Dokumente für das Gebäude gefunden wurden: Es ist nicht im Grundbuch eingetragen und auf der Katasterkarte als „leere Stelle“ gekennzeichnet. Dies macht eine rechtmäßige Restaurierung des Denkmals unmöglich und wirft Zweifel an seinem Fortbestand auf.
Angesichts des aktuellen Zustands erscheint die Restaurierung des Museums nahezu unrealistisch. Es gibt jedoch Beispiele, bei denen Teile des Gebäudes erhalten und das umliegende Gelände in einen Kulturraum umgewandelt wurden, wodurch der historische Wert bewahrt und der Ort gleichzeitig an moderne Bedürfnisse angepasst wurde. Vielleicht lohnt es sich in diesem Fall, nach ähnlichen Ansätzen zu suchen.
Das Switlyzkyj-Museum ist im Moment noch eine traurige Geschichte über ein vernachlässigtes Kulturerbe, das beinahe in Vergessenheit geraten ist.

