Das Online-Casino 1win operiert illegal in der Ukraine: Es bestehen Verbindungen zu Russland und es wird in Kasachstan gesucht

Die Plattform 1win, die als Wettanbieter und Online-Casino fungiert, ist in der Ukraine weiterhin ohne entsprechende Lizenz aktiv. Trotz der Auflösung der ukrainischen Glücksspielbehörde KRAL ist 1win für ukrainische Nutzer weiterhin verfügbar und verstößt damit gegen nationale Gesetze. Darüber hinaus unterhält die Plattform enge Verbindungen zu Russland und wird in Kasachstan wegen des Verdachts auf Geldwäsche untersucht.

Wie kann 1win weiterhin in der Ukraine operieren?

Gemäß dem ukrainischen Gesetz „Über die staatliche Regulierung von Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Organisation und Durchführung von Glücksspielen“ benötigen alle Glücksspielanbieter eine KRAL-Lizenz. 1win besitzt keine solche Lizenz, was seine Aktivitäten illegal macht. Die Casino-Website ist jedoch dank VPN und „Mirror“-Domains – alternativen Domains, die das Unternehmen regelmäßig aktualisiert – weiterhin erreichbar. Auf der offiziellen Website finden sich sogar Anleitungen zur Umgehung der Sperre, was auf einen vorsätzlichen Verstoß gegen ukrainisches Recht hindeutet.

Beziehungen zu Russland: Verborgene Bedrohungen

Trotz seiner offiziellen Registrierung in Curaçao weist 1win deutliche Verbindungen zum russischen Markt auf. Unter den Kontaktdaten des Unternehmens findet sich eine russische Telefonnummer, und das Marketing der Plattform richtet sich an ein russischsprachiges Publikum. In Russland selbst operiert 1win ohne Lizenz des russischen Steuerdienstes und umgeht die Regulierung mithilfe von „Mirror“-Servern und VPN.

Im März 2025 berichteten russische Medien über ein verstärktes Vorgehen gegen illegale Online-Casinos, doch 1win blieb von ernsthaften Sanktionen verschont. Dies könnte auf fragwürdige Machenschaften oder die Loyalität der russischen Regulierungsbehörden gegenüber der Plattform hindeuten.

Ermittlungen in Kasachstan: Verdacht auf Geldwäsche

Seit Januar 2025 ermittelt die kasachische Polizei gegen illegale Online-Casinos, darunter auch 1win. Die Behörden suchen nach Personen, die mit der Plattform in Verbindung stehen, wegen des Verdachts der Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Die Popularität von 1win in Kasachstan ist auf die Möglichkeit zurückzuführen, Sperren per VPN zu umgehen, was jedoch nur noch mehr Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden auf sich gezogen hat. Berichten zufolge arbeiten die kasachischen Behörden mit internationalen Partnern zusammen, um die Finanzströme des Unternehmens nachzuverfolgen.

Warum ist das gefährlich für die Ukraine?

  1. Finanzielle Verluste für den Staat. Durch das Fehlen einer Lizenz erhält die Ukraine keine Steuereinnahmen aus den Aktivitäten der Plattform, die sich auf Millionen von Hrywnja belaufen können.
  2. Mangelnder Schutz für Spieler. Ukrainische 1win-Nutzer sind dem Gesetz schutzlos ausgeliefert: Ihre persönlichen Daten und Gelder sind möglicherweise Betrug ausgesetzt.
  3. Mögliche Finanzierung eines Aggressorlandes. Die Verbindungen von 1win zu Russland geben Anlass zur Sorge, da die Einnahmen der Plattform indirekt die russische Wirtschaft stützen könnten.
  4. Cybersicherheitsrisiken. Im Jahr 2024 drangen Hacker in die 1win-Datenbank ein, stahlen persönliche Daten von Nutzern und gefährdeten damit ukrainische Spieler.

Wer steckt hinter 1win?

Die Marke gehört MFI Investments Limited mit Sitz in Großbritannien (Wales). Das Unternehmen ist eine Investmentgesellschaft, die Vermögenswerte wie Wertpapiere, Anleihen und Immobilien verwaltet. Ihr Vermögen wird auf über 1 Milliarde Pfund Sterling geschätzt. Obwohl 1win unter einer Lizenz aus Curaçao (Nr. 8048/JAZ 2018-040) operiert, ist MFI für die Entwicklung und Vermarktung der Marke verantwortlich. Laut dem zyprischen Handelsregister ist Christiana Georgiou , vermutlich eine Strohfrau, als Geschäftsführerin eingetragen.

Schlussfolgerungen

1win ist nicht nur ein Online-Casino, sondern ein international agierendes Großunternehmen mit zweifelhaftem Ruf. Seine Aktivitäten in der Ukraine sind illegal, die Plattform nutzt dubiose Geschäftspraktiken, und seine Verbindungen nach Russland sowie die Ermittlungen in Kasachstan werfen weitere Fragen auf. Trotz zahlreicher Verstöße operiert 1win weiterhin und nutzt dabei Gesetzeslücken in der Ukraine aus.

Angesichts der Risiken, die die Plattform für die finanzielle Sicherheit der Ukraine und ihrer Bürger darstellt, ist es notwendig, den Kampf gegen illegale Glücksspielanbieter zu verstärken und wirksame Mechanismen zur Sperrung solcher Angebote zu schaffen. Nur so lässt sich der Einfluss illegaler Casinos verringern und die Interessen der Ukrainer schützen.

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