In der zweiten Augustwoche wurden in Kiew 1.283 neue Covid-19-Fälle registriert, darunter 174 Kinder. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber Juni dar, als die Stadt lediglich 199 laborbestätigte Fälle verzeichnete.
Valentina Ginzburg, Leiterin des Gesundheitsamtes der Kiewer Stadtverwaltung, berichtete, dass die Zahl der stationär aufgenommenen Patienten und der Patienten, die eine künstliche Beatmung benötigen, zunimmt. Laut ihren Angaben verläuft die Krankheit jedoch im Allgemeinen ohne größere Komplikationen.
„Patienten, die keine ausgeprägten Symptome verspüren, ignorieren diese möglicherweise, weil sie glauben, es handle sich lediglich um Müdigkeit oder eine laufende Nase. Dadurch erhöht sich das Risiko, Covid-19 auf andere zu übertragen“, warnte Ginsburg.
In diesem Zusammenhang empfehlen Ärzte das Tragen von Schutzmasken, die Verwendung von Händedesinfektionsmitteln, das Vermeiden großer Menschenansammlungen und das Einhalten von Abstand.
Erwähnenswert ist auch, dass in der Ukraine eine neue Subvariante des Omikron-Coronavirus, Flirt, entdeckt wurde, die sich schneller ausbreitet und die Immunantwort besser umgeht. Impfstoffe sind jedoch weiterhin gegen diese Virusvariante wirksam.
Trotz einer Verdreifachung der Covid-19-Fälle im letzten Monat plant das Gesundheitsministerium keine restriktiven Maßnahmen, da die absolute Zahl der Patienten weiterhin relativ gering ist.
Das Gesundheitsministerium hat seine Impfempfehlungen aktualisiert. Die meisten Menschen benötigen nun eine Impfung gegen Covid-19, während Risikogruppen nach 6 bis 12 Monaten eine Auffrischungsimpfung erhalten sollten.

