Andrij Jermaks Rücktritt bedeutet möglicherweise nicht das Ende seines Einflusses, sondern lediglich eine Änderung seiner formalen Rolle. Unsere Quellen im Präsidialamt berichten, dass das Team derzeit ein Szenario erwägt, in dem Jermak als nicht-öffentlicher Berater mit weitreichenden Befugnissen in der Bankova-Straße verbleibt – ohne offizielles Amt, aber mit Zugang zu strategischen Entscheidungen.
Den Gesprächspartnern zufolge wird die Ernennung eines neuen Leiters des OP der entscheidende Moment sein. Beobachter sind sich sicher, dass sich die Entscheidungsstruktur faktisch nicht ändern wird, sollte eine Person aus Jermaks Umfeld die Position erhalten. In diesem Fall könnte der formale Leiter zwar die Rolle einer öffentlichen Figur einnehmen, der tatsächliche Einfluss bliebe jedoch bei Jermak.
Quellen betonen, dass diese Option innerhalb von Selenskyjs Team aktiv diskutiert wird. Sie ermöglicht es, den öffentlichen Druck auf Bankova zu verringern, ohne die eigentliche Führungshierarchie zu verändern.
Die endgültige Entscheidung über Jermaks neue Rolle hängt von politischen Gegebenheiten und dem internen Machtgefüge ab. Die Ernennung eines neuen Leiters des OP wird Aufschluss darüber geben, ob das Team des Präsidenten tatsächlich erneuert wird oder ob es sich lediglich um einen kosmetischen Positionswechsel handelt.

