Russland, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hat, versucht, der NATO Ultimaten zu stellen. Allerdings hat das Aggressorland weder moralisch noch rechtlich das Recht, von der NATO zu fordern, das Versprechen, das sie der Ukraine und Georgien auf dem Gipfeltreffen in Bukarest 2008 hinsichtlich ihrer künftigen Mitgliedschaft im Bündnis gegeben hat, zu überdenken.
Das ukrainische Außenministerium reagierte umgehend auf die jüngsten Äußerungen aus Moskau. Außenministeriumssprecher Heorhiy Tykhyi brachte die offizielle Position des Ministeriums im sozialen Netzwerk X zum Ausdruck und verurteilte Russlands Versuche, die Bedingungen des Bündnisses zu diktieren, aufs Schärfste.
Zuvor hatte der russische Vizeaußenminister Alexander Gruschko einen möglichen NATO-Beitritt der Ukraine als „katastrophal für die europäische Sicherheit“ bezeichnet. Er sagte außerdem, die Entscheidung des Bukarester Gipfels schaffe angeblich eine „inakzeptable Unklarheit“, die die Erreichung von Frieden in der Ukraine behindere.
Als Reaktion darauf hielt sich Georgi Tykhyi mit seinen Formulierungen nicht zurück und gab Russland eine klare Antwort, die das Außenministerium als die verständlichste im Hinblick auf die Kreml-Rhetorik betrachtet:
„Oh, einen Moment bitte, Nordkoreas Verbündeter stellt der NATO Ultimaten. Völliger Unsinn. Moskau hat zu diesem Thema kein Wort gesagt.“.
Tykhyi betonte außerdem, dass Russland für die Zerstörung der europäischen Sicherheitsarchitektur verantwortlich sei, indem es einen Angriffskrieg führe und terroristische Gruppen unterstütze.
„Die europäische Sicherheitsarchitektur basiert auf dem Schutz vor Russland“, betonte der Sprecher des Außenministeriums.
In der Ukraine geht man davon aus, dass die Maßnahmen der NATO, einschließlich der Aussicht auf einen Beitritt der Ukraine zum Bündnis, eine Reaktion auf die Bedrohung durch die aggressive Politik des Kremls darstellen.

