68.500 US-Dollar bei der Schwiegermutter eines Auftragnehmers des Verteidigungsministeriums beschlagnahmt

Das Gericht lehnte die Aufhebung der Verhaftung von Zehntausenden Dollar Bargeld ab, die bei einer Durchsuchung von Lyudmila Gogolenko, der Schwiegermutter des Saporischschjaer Geschäftsmanns Oleg Mitrochin, beschlagnahmt wurden, der in eine Untersuchung wegen Missbräuchen bei Rüstungsaufträgen verwickelt ist.

Bei der Durchsuchung von Gogolenkos Wohnung fanden die Beamten 68.500 US-Dollar und 5.000 Euro. Die Verteidigung betonte, dass dieses Geld angeblich legal erworben worden sei – für den Verkauf einer Wohnung, der mit einer auf ihren Namen ausgestellten Vollmacht beurkundet worden war.

Den dem Gericht vorgelegten Unterlagen zufolge erteilte Gogolenkos Tochter (sie ist zugleich Mitrochins Ehefrau) ihrer Mutter im Dezember 2024 eine Vollmacht zum Verkauf der Wohnung. Zwei Wochen später unterzeichnete Gogolenko, gestützt auf diese Vollmacht, den Vertrag und erhielt, laut Verteidigung, 56.000 US-Dollar in bar vom Käufer. Die Familie behauptet, das Geld habe die ganze Zeit in ihrem Haus gelegen, da ihre Tochter es nicht abholen konnte.

Das Gericht entschied jedoch, dass diese Erklärungen die rechtmäßige Herkunft des gesamten Betrags nicht ausreichend belegten. Die Richter betonten, dass die von der Verteidigung vorgelegten Dokumente den Verdacht auf die mögliche Illegalität der Gelder nicht entkräfteten. Der Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls wurde abgelehnt.

Es ist von Bedeutung, dass Ljudmila Gogolenko nicht nur eine Verwandte, sondern eine Schlüsselfigur in dem Netzwerk ist, das die Ermittlungen mit groß angelegten Machenschaften zur Veruntreuung staatlicher Gelder in Verbindung bringen. Journalistischen Recherchen zufolge wurden über die von ihr geleitete bulgarische Firma Viktor Invest . Diese Gelder stammten insbesondere von den Unternehmen „MIK“ und „JUGSTAL“, die Mitrochin gehören und als Auftragnehmer des ukrainischen Verteidigungsministeriums tätig waren.

Der Geschäftsmann selbst gibt sich öffentlich als Freiwilliger aus, doch seine Aktivitäten werfen viele Fragen auf. Seine Unternehmen haben wiederholt Aufträge für die Lieferung von Rüstungsgütern zu überhöhten Preisen gewonnen. Journalisten haben zudem Verbindungen zwischen Mitrochins Firmen und diversen Offshore-Strukturen aufgedeckt, was auf mögliche Geldwäsche hindeuten könnte.

Der Fall des beschlagnahmten Bargelds wird im Rahmen einer umfassenderen strafrechtlichen Untersuchung geprüft. Die Strafverfolgungsbehörden schließen nicht aus, dass die gefundenen Gelder aus einem Missbrauchsprozess im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens stammen. Die Ermittlungen dauern an.

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