Antikorruptionsbehörden decken weiterhin den unrechtmäßigen Reichtum von Beamten auf. Diesmal geriet ein Mitarbeiter der Hauptabteilung des Staatlichen Steuerdienstes in der Region Iwano-Frankiwsk ins Visier des Staatlichen Ermittlungsbüros (SBI) und der Nationalen Agentur zur Korruptionsprävention (NACP).
Die Anfang 2024 eingeleiteten Ermittlungen deckten schwerwiegende Verstöße gegen die Vermögensdeklarationspflichten auf. Insbesondere nutzte ein Familienmitglied des Beamten einen luxuriösen deutschen Wagen im Wert von über 2,7 Millionen Hrywnja.
Offiziell war das Fahrzeug auf einen Dritten zugelassen. Die gesammelten Unterlagen deuten jedoch darauf hin, dass der tatsächliche Eigentümer ein Familienmitglied des Beamten ist.
Das staatliche Ermittlungsbüro stellte fest, dass das Einkommen der Familie des Beamten und des nominellen Besitzers des Fahrzeugs nicht den Möglichkeiten entsprach, sich ein solch teures Gut zu leisten.
Auf Grundlage der Unterlagen des Staatlichen Ermittlungsbüros hat die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) beim Obersten Antikorruptionsgericht (HACC) Klage auf Feststellung der Unrechtmäßigkeit der Vermögenswerte erhoben. Das Gericht kann die Einziehung des Fahrzeugs zugunsten des Staates anordnen.
Dieser Fall ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem Staatlichen Ermittlungsbüro und der Nationalen Antikorruptionskommission im Kampf gegen nicht deklarierte Vermögenswerte. Der Vorsitzende der Nationalen Antikorruptionskommission erklärte, solche Fälle dienten als Warnung für Beamte, die versuchen, ihr Vermögen durch Machenschaften mit Dritten zu verbergen.
Die VAKS wird die Klage in Kürze prüfen. Im Falle eines positiven Urteils wird das Fahrzeug im Wert von fast 3 Millionen Hrywnja als Staatseinnahme beschlagnahmt.

