Das staatliche Ermittlungsbüro (SBI) hat einen groß angelegten Diebstahl von Geldern aus der Beschaffung für die Armee aufgedeckt

Mitarbeiter des Staatlichen Ermittlungsbüros (SBI) haben einen groß angelegten Korruptionsskandal im Logistiksystem der ukrainischen Streitkräfte aufgedeckt. Beamte der Wohnungs- und Einsatzabteilung (HOD) von Luhansk und ihre Komplizen verursachten dem Staat einen Schaden von über 101 Millionen Hrywnja, indem sie ein illegales System zum Kauf von Brennholz für die Armee organisierten.

Das Programm wurde vom ehemaligen Leiter des Luhansker KEV organisiert und umfasste Folgendes:

  • zwei derzeitige Offiziere der Einheit in Dnipro,
  • ehemaliger Mitarbeiter der KEB,
  • Privatunternehmer.

Sie kauften Brennholz zu deutlich überhöhten Preisen und umgingen dabei öffentliche Ausschreibungen. Anstelle offizieller Lieferanten nutzten sie die Konten von 35 Einzelunternehmern, die unter ihrer Kontrolle standen.

Infolgedessen wurden 47 Fälle solcher Einkäufe mit erheblichen Überzahlungen aufgedeckt. Die Täter eigneten sich die Differenz zwischen den tatsächlichen Warenkosten und den dafür bereitgestellten Haushaltsmitteln an.

Die Strafverfolgungsbehörden führten 28 Durchsuchungen durch und beschlagnahmten dabei Dokumente, Computer und Mobiltelefone, die die kriminellen Aktivitäten der Gruppe bestätigen. Den Beteiligten wird vorgeworfen, in besonders großem Umfang fremdes Eigentum entwendet und ihre Amtsstellung missbraucht zu haben.

Gemäß dem Strafgesetzbuch der Ukraine werden die Handlungen der Verdächtigen unter folgenden Artikeln klassifiziert:

  • Teil 3 des Artikels 27,
  • Teil 5 des Artikels 27,
  • Teil 5 des Artikels 191.

Die Sanktion sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu 12 Jahren sowie die Einziehung von Vermögenswerten vor.

Die Holzkäufe erwiesen sich nicht nur als illegal, sondern auch als massiv überteuert. Dies belastete nicht nur den Haushalt, sondern könnte auch die Einsatzfähigkeit der ukrainischen Streitkräfte im Kriegsfall gefährden.

Die Beteiligten des Komplotts werden beschuldigt, dem Staat während des Kriegsrechts vorsätzlich Schaden zugefügt zu haben. Das staatliche Ermittlungsbüro setzt seine Ermittlungen fort, um weitere Beteiligte zu finden.

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