In Kropyvnytskyi nahmen Mitarbeiter des Staatlichen Ermittlungsbüros einen Beamten des regionalen territorialen Zentrums für Rekrutierung und soziale Unterstützung fest, der im Verdacht steht, ein illegales System zur Erlangung von Geldern von Wehrpflichtigen organisiert zu haben.
Laut den Ermittlungen richtete der Beamte ein System sogenannter „bezahlter Dienstleistungen“ für Männer im Wehrpflichtalter ein. Die Beträge hingen vom gewünschten Ergebnis und dem Umfang der „Dienstleistung“ ab.
Konkret beliefen sich die Kosten für die Streichung von der Fahndungsliste und die Freilassung nach erzwungener Überstellung an das CCC auf 6.000 US-Dollar. Bis zu 20.000 US-Dollar kostete die Registrierung einer Reservierung aufgrund von Mobilmachung oder Statusänderung zu eingeschränkter Diensttauglichkeit. Ab 20.000 US-Dollar kostete die vollständige Streichung aus der Militärregistrierung „schlüsselfertig“.
Wie die Strafverfolgungsbehörden feststellten, erhielt der Soldat am 19. Februar 2026 von einem anderen Auftraggeber eine zweite Tranche von 20.000 US-Dollar für seine Buchung. Nachdem er entlarvt worden war, versuchte er zu fliehen und überfuhr dabei beinahe Polizeibeamte, wurde aber festgenommen.
Die Ermittlungen dauern an. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln weitere mögliche Beteiligte an dem Betrug und überprüfen, wie viele Personen die illegalen Dienste in Anspruch genommen haben könnten.

