Mitarbeiter des Staatlichen Ermittlungsbüros meldeten den Leiter einer Abteilung des regionalen Rekrutierungs- und Sozialzentrums Lwiw, der zuvor das Bezirks-Zentrale Koordinierungszentrum (ZKZ) leitete, wegen Verdachts auf Straftaten. Er steht im Verdacht, einen Bekannten unter falschen Angaben zum Wehrdienst angemeldet und falsche Erklärungen abgegeben zu haben.
Wie das Staatliche Ermittlungsbüro am 28. Januar mitteilte, hatte der Oberst in seinen Steuererklärungen für 2023 und 2024 eine Wohnung in einem Neubau in Lwiw im Wert von über 1,8 Millionen Hrywnja nicht angegeben. Die Eigentumsrechte an der Wohnung waren auf den Namen seiner Ehefrau eingetragen; gemäß den Antikorruptionsgesetzen war diese Immobilie jedoch meldepflichtig.
Die Ermittlungen ergaben außerdem, dass der Beamte im April 2025, als er die Bezirkszentrale leitete, unrechtmäßig Daten über einen Bekannten in offizielle Datenbanken eintrug, indem er ihn als angeblich Wehrdienstleistenden ausgab. Tatsächlich hielt sich der Mann jedoch zu Hause auf, was ihm Bewegungsfreiheit ermöglichte und ihn vor Mobilisierungsmaßnahmen bewahrte.
Laut Strafverfolgungsbehörden beantragte der Angeklagte, sich der möglichen Haftung für illegale Handlungen bewusst, eine Versetzung nach Lwiw. Die Ermittler prüfen derzeit, ob die Leitung des regionalen CCC von diesen Tatsachen wusste.
Dem Oberst wird die vorsätzliche Abgabe falscher Angaben in einer Erklärung gemäß Artikel 366-2 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches sowie die unbefugte Änderung von Informationen in automatisierten Systemen gemäß Artikel 362 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches vorgeworfen. Beide Artikel sehen eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren vor.
Die Voruntersuchung läuft noch, die Strafverfolgungsbehörden ermitteln alle Umstände und die mögliche Beteiligung anderer Personen.

