Das staatliche Ermittlungsbüro (SBI) hat einen Militärkommissar entlarvt, der illegal in das elektronische System von Oberig eingegriffen und sich dadurch ein Vermögen angehäuft hat. Der Beamte nutzte seine Position, um gefälschte Dokumente zu erstellen, die ihm den Militärdienst verweigerten.
Der Beamte erklärte 138 Wehrdienstverweigerer fiktiv für dienstuntauglich.
Das illegale System lief seit Juli 2023 im Rekrutierungszentrum von Odessa. Damals begann der Abteilungsleiter unbefugt in die elektronische Datenbank des Wehrpflichtigenregisters „Oberig“ einzugreifen und die Daten von 138 Wehrpflichtigen zu „korrigieren“, wodurch diese fälschlicherweise als wehruntauglich erklärt wurden. Für seine Dienste kassierte der Täter zwischen 4.500 und 7.000 US-Dollar und verdiente so mindestens eine Million US-Dollar. Die Behörde gab bekannt, alle Beteiligten des Systems identifiziert zu haben – einige von ihnen sind bereits ins Ausland geflohen.
Im Rahmen gemeinsamer Aktionen des Staatlichen Ermittlungsbüros mit Mitarbeitern des Regionalen Kriminalkommissariats und des Gemeinsamen Ermittlungsteams wurden die auf ukrainischem Gebiet verbliebenen Flüchtigen zur Aktualisierung ihrer Daten und zur anschließenden Eingliederung in die ukrainischen Streitkräfte in ein Rekrutierungszentrum gebracht. Derzeit wird über eine Präventivmaßnahme und die Entfernung des Mannes aus seinem Amt entschieden. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln alle an dem Fall Beteiligten. Insbesondere wurden 14 Durchsuchungen an den Arbeits- und Wohnorten des Beteiligten und weiterer Personen durchgeführt. Die Ermittlungen dauern an.

