Das staatliche Ermittlungsbüro übergab einen Verdachtsfall an einen Beamten des Staatsunternehmens „Wälder der Ukraine“

Vitaliy Tsymbalyuk, Leiter der Beschaffungsabteilung des Staatsunternehmens „Wälder der Ukraine“, geriet ins Zentrum der Ermittlungen, nachdem das Staatliche Ermittlungsbüro (SBI) Verdacht gegen ihn erhoben hatte. Ihm wird vorgeworfen, Telefone im Wert von fast 19 Millionen UAH gekauft zu haben. Der Skandal reicht jedoch weit über eine einzelne Transaktion hinaus, da er mit politischen Verbindungen und internen Konflikten innerhalb von „Wälder der Ukraine“ verknüpft ist.

Vitaliy Tsymbalyuk ist der Sohn von Mykhailo Tsymbalyuk, einem Parlamentsabgeordneten der Partei Batkivshchyna, der laut dem Aktivisten und Offizier Oleksandr Gromov der Gönner von Yulia Davydova war, der ehemaligen kommissarischen Leiterin der Staatlichen Umweltinspektion in der Region Transkarpatien.

Gromov betont außerdem, dass es innerhalb des Unternehmens „Wälder der Ukraine“ ernsthafte interne Streitigkeiten gibt. Laut seinen Angaben ist Vitaliy Tsymbalyuk schon lange mit dem Generaldirektor von „Wälder der Ukraine“, Yuriy Bolokhovets, unzufrieden. Die wichtigsten Beschaffungsprozesse seien jedoch, so der Aktivist, von einer anderen Person geleitet worden.

Gegenstand der Untersuchung war der Kauf von 2.500 Smartphones für das Unternehmen zu einem Gesamtpreis von 18,9 Millionen UAH. Dies weckte den Verdacht der Überteuerung. Ein einzelnes Smartphone kostete das Unternehmen 7.500 UAH.

Laut dem staatlichen Rechnungsprüfungsdienst kam es im Beschaffungsprozess zu Verstößen, insbesondere zu einer rechtswidrigen Festlegung des Beschaffungsgegenstands sowie zu Verstößen gegen Verfahrens- und Fristenvorschriften für die Offenlegung von Informationen.

Trotzdem erklärte das staatliche Unternehmen „Wälder der Ukraine“, der Kauf der Smartphones sei wirtschaftlich gerechtfertigt: „Die Telefone sind mit Zahlungsterminals für kontaktloses Bezahlen in der Forstwirtschaft ausgestattet. Dadurch werden die Wartungskosten für Kassen eingespart. Die Investition wird sich schnell amortisieren.“.

Laut Gromov hegt das SBI auch Verdacht gegen zwei weitere Unternehmensfunktionäre: den Geschäftsführer Ihor Lytsur und den Leiter der IT-Abteilung. Er vermutet zudem, dass Generaldirektor Yuriy Bolokhovets die Situation nutzen könnte, um „unangenehme“ Mitarbeiter loszuwerden und „seinen Komplizen den Weg zu ebnen“.

Das SBI hat die Details der Ermittlungen noch nicht offiziell bekannt gegeben. Dieser Fall könnte jedoch weitreichende Folgen haben, nicht nur für die Wälder der Ukraine, sondern auch für die damit verbundenen politischen Strukturen.

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