Die Generalstaatsanwaltschaft hat gegen den ehemaligen Direktor der Ukraine International Airlines PJSC, Jewhen Dykhne, und den Chefbuchhalter des Unternehmens den Verdacht der vorsätzlichen Steuerhinterziehung in Höhe von über 344 Millionen Hrywnja geäußert. Dies geht aus den Ermittlungsakten hervor.
Dies sind die Ereignisse der Jahre 2017–2022, in denen UIA Milliarden von Rubel an die zypriotischen Unternehmen Brazaline Limited, Skyways Leasing Company Ltd und Goiania Comercio E Servicos Internacionais Ada für den Betrieb von Boeing 737- und Embraer E 190-Flugzeugen zahlte. Laut Ermittlern nutzte das Unternehmen die Bestimmungen des Doppelbesteuerungsabkommens mit Zypern unrechtmäßig aus und erhob anstelle der gesetzlich vorgeschriebenen 10%igen Steuer auf die Gewinnrückführung einen Steuersatz von null Prozent.
Infolgedessen zahlte der Staat bei einem Gesamtbetrag von über 3,4 Milliarden Hrywnja mindestens 344 Millionen Hrywnja zu wenig Steuern. Der Gesamtschaden wurde auf 357,34 Millionen Hrywnja geschätzt.
Unabhängig davon erinnerte die Staatsanwaltschaft daran, dass das Gericht bereits sieben Flugzeuge beschlagnahmt hat, darunter vier Boeing 737 und drei Embraer E 190, die zu Offshore-Anlagen gehören.
Zudem wurde bekannt, dass gegen den ehemaligen Chefbuchhalter von UIA bereits ein Haftbefehl vorliegt. Er steht im Verdacht, in Absprache mit dem ehemaligen Vizepräsidenten des Unternehmens weitere 10 Millionen Hrywnja veruntreut zu haben. Laut Polizeiangaben aus der Region Kiew fälschten die Verantwortlichen Finanzberichte und verschleierten Gewinne aus gemeinsamen Aktivitäten mit dem staatlichen Flughafen Boryspil.
Gelder, die für den staatlichen Flughafen bestimmt waren, wurden durch einen Bilanzbetrug veruntreut.

