Der Entzug des Führerscheins wegen Wehrdienstverweigerung hat sich zu einem neuen Druckmittel gegen Wehrdienstverweigerer entwickelt. Wie die Anwältin Tetyana Kozachenko anmerkt, sieht das Gesetz zwar die Möglichkeit vor, Wehrdienstverweigerern die Fahrerlaubnis zu entziehen, die endgültige Entscheidung trifft jedoch das Gericht.
Gemäß den neuen Bestimmungen des Gesetzes können die regionalen Rekrutierungs- und Sozialbetreuungszentren (TCS) den Führerscheinentzug bei Nichterfüllung der Wehrpflicht einleiten. Diese Maßnahme soll potenzielle Wehrpflichtige zur Erfüllung ihrer Pflichten gegenüber dem Staat motivieren.
Tetyana Kozachenko betont, dass Bürger, für die ein Führerschein von entscheidender Bedeutung für ihr Leben oder ihre berufliche Tätigkeit ist, das Recht haben, gegen solche Entscheidungen Berufung einzulegen. Zu den Argumenten, die das Gericht berücksichtigen kann, gehören:
- die Notwendigkeit, Transportmittel zur Ausübung der Arbeit zu nutzen;
- eine Erkrankung, die regelmäßige Transportmittel erfordert;
- soziale oder humanitäre Umstände.
Obwohl der Mechanismus zum Entzug von Rechten gesetzlich vorgesehen ist, hängt seine praktische Umsetzung von der Beweisgrundlage des Zivilgesetzbuches und der Gerichtsentscheidungen ab. Juristen betonen die Wichtigkeit rechtlicher Unterstützung für den Schutz der Bürgerrechte, da jeder Fall individuelle Umstände aufweist.

