Der 2. September hat sowohl für die Ukrainer als auch für die ganze Welt eine besondere Bedeutung. Er vereint religiöse, volkstümliche und historische Traditionen mit modernen Berufsfeiertagen.
Urlaub in der Ukraine
In der Ukraine wird dieser Tag als Tag der Stadt Odessa gefeiert – einer der schönsten und ältesten Städte des Landes an der Schwarzmeerküste. Traditionell begehen die Einwohner Odessas diesen Tag mit Konzerten, kulturellen Veranstaltungen und Jahrmärkten. Im Kriegsfall weisen die Organisatoren jedoch darauf hin, dass die Sirenen nicht zu ignorieren sind.
Darüber hinaus wird am 2. September ein wichtiger Berufsstand geehrt – der Tag der Notare. An diesem Tag werden Notare, ihre Assistenten und Archivare gewürdigt. Ohne ihre Arbeit wären viele Verträge und der Schutz der Bürgerrechte unmöglich.
Zu den berühmten Ukrainern, die an diesem Tag ihren Geburtstag feiern, gehören der Dichter und Philologe Iwan Wahylevytsch, der Schriftsteller Wolodymyr Lewitzkyj, der Künstler Bohdan Soroka und der Schauspieler Ostap Stupka.
Kirchenfeiertag
Orthodoxe Christen ehren heute den heiligen Märtyrer Mamant, der als Schutzpatron der Haustiere gilt. Sie beten zu ihm für die Gesundheit des Viehs und für das Wohlergehen der Familien. Die Kirche gedenkt außerdem der Gründer des Kiewer Höhlenklosters, der Heiligen Theodosius und Antonius.
Weltgeschehen
Der 2. September ist ein bedeutendes Datum für die ganze Welt: der Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs. An diesem Tag im Jahr 1945 wurde an Bord des amerikanischen Schlachtschiffs Missouri die Kapitulation Japans unterzeichnet, womit der blutigste Konflikt des 20. Jahrhunderts beendet wurde.
Zu den berühmten Persönlichkeiten, die an diesem Tag geboren wurden, gehören der Chemie-Nobelpreisträger Frederick Soddy, der britische Politiker Keir Starmer, der Schauspieler Keanu Reeves, der Boxer Lennox Lewis und der Tennisspieler Jimmy Connors.
Volksglauben
Unsere Vorfahren beobachteten die natürlichen Zeichen dieses Tages aufmerksam:
-
Störche oder Schwäne fliegen in großen Schwärmen – zu einem kurzen „Altweibersommer“;
-
Donner am 2. September kündigt den späten Winter an;
-
große Wurzelgemüse - bis zum kalten Dezember;
-
tief hängende Wolken – Regen.
Die Menschen widmeten den Tag der Viehpflege: Ziegen und Schafe bekamen frisches Futter und grasten auf den besten Wiesen. Roggen und Hafer wurden auf den Feldern geerntet, Kartoffeln in den Gärten. Junge Leute feierten an diesem Tag oft Hochzeiten.
Verbote
Am Gedenktag des Heiligen Mamant ist es verboten, Tiere grausam zu behandeln oder sie zu schwerer Arbeit zu zwingen. Man glaubte auch, dass man sich nicht über Probleme beklagen sollte – dies würde nur neue Schwierigkeiten nach sich ziehen.

