Der 26. Dezember gilt als besonderer Tag für Frauen. An diesem Tag vereinen sich internationale Initiativen, kirchliche Traditionen und volkstümliche Bräuche, die seit Langem mit der Fürsorge für Frauen und Kinder verbunden sind. Der Feiertag hat christliche Wurzeln und ist zudem von schönen Bräuchen geprägt, die mit Geschenken und dem Wohlergehen der Familie einhergehen.
In der Ukraine hat der 26. Dezember keinen offiziellen Feiertag. Für die meisten Bürger ist es ein gewöhnlicher Arbeitstag, obwohl einige Ukrainer an diesem Tag noch Weihnachtsfeiertage begehen. Gleichzeitig ist der Tag bekannt für die Namen prominenter Ukrainer, die an diesem Tag geboren wurden, darunter der Schriftsteller Mykola Arkas, der Dichter Jewhen Pluschnyk, der Architekt Jurij Asejew sowie die Soldaten der ukrainischen Streitkräfte, die Helden der Ukraine Swjatoslaw Horbenko und Jurij Sodol.
Weltweit wird der 26. Dezember im Zeichen der guten Taten gefeiert. An diesem Tag findet der Internationale Tag des Schenkens statt, der dazu anregt, ohne besonderen Anlass Aufmerksamkeit und Geschenke zu verschenken – an Freunde, Bekannte oder Bedürftige. Weitere Feierlichkeiten sind der Tag des Dankesbriefes, der Zuckerstangentag, der Beschwerdetag, der Croupier-Tag und der Tag der afroamerikanischen Kultur. Zudem wurden am 26. Dezember weltberühmte Persönlichkeiten geboren, darunter der Dichter Thomas Gray, der Mathematiker Charles Babbage, der Schriftsteller Henry Miller und der Schauspieler und Musiker Jared Leto.
Nach dem neuen Kirchenkalender feiern Gläubige am 26. Dezember das Fest der Allerheiligsten Gottesgebärerin. An diesem Tag wenden sich Christen im Gebet an die Jungfrau Maria und bitten um Familienglück, Wohlstand und die Gesundheit ihrer Kinder. Früher wurden nach altem Brauch an diesem Tag mehrere christliche Märtyrer geehrt, insbesondere Eugen, Orestes, Mardarius und Eustratius.
Auch die Volkstraditionen messen diesem Datum besondere Bedeutung bei. Seit alters her glaubte man, dass das Wetter am 26. Dezember den Charakter des Januars bestimmt. Ein Kälteeinbruch verhieß einen späten und kalten Frühling, das fröhliche Zwitschern der Meisen kündigte das Tauwetter an, und das Wühlen von Elstern im Gras verhieß ein warmes neues Jahr. Der Tag galt als günstig für Frauen: Früher war es Brauch, zur Jungfrau Maria zu beten, Gebärende und Hebammen zu ehren und ihnen für die Geburt der Kinder zu danken. Ihnen wurden als Zeichen des Respekts Pasteten und Knödel gebracht. Es gab auch den Brauch, Babys an diesem Tag zum ersten Mal die Haare zu schneiden, da man glaubte, dies würde ihre Gesundheit stärken.
Neben den guten Sitten gab es auch Verbote. Frauen wurde geraten, nicht schwer zu arbeiten, keine schmutzige Kleidung zu tragen und kein zerbrochenes Geschirr zu benutzen. Männer durften der Legende nach die Bitten schwangerer Frauen nicht ablehnen. Außerdem galt der Tag als unglückbringend zum Fischen.

