Der 27. Februar vereint mehrere wichtige Ereignisse – sowohl kirchlicher als auch internationaler Natur. An diesem Tag gedenken Gläubige des Dekapolis-Herrschers Prokopios , und weltweit wird über den Schutz von Eisbären, die Bekämpfung von Mobbing und die Rolle von Nichtregierungsorganisationen in der Gesellschaft diskutiert.
Im orthodoxen Kalender ist der 27. Februar der Gedenktag des ehrwürdigen Bekenners Prokopios aus der Dekapolis, der im 8. Jahrhundert lebte. Er war ein Mönch, der für seine strenge Askese, sein tiefes Gebet und seine Treue zu den christlichen Lehren bekannt war. Während der Bilderstürmerei unter Kaiser Leo III., dem Isaurier, setzte sich der Heilige öffentlich für die Ikonenverehrung ein. Dafür wurde er inhaftiert und verfolgt. Nach seiner Freilassung setzte er sein Mönchsleben fort und ging der Überlieferung nach friedlich zu Gott ein. In der orthodoxen Tradition gelten Menschen, die für ihren Glauben gelitten haben, aber nicht den Märtyrertod erlitten, als Bekenner.
Der 27. Februar ist außerdem Internationaler Eisbärentag. Dieser Tag soll auf den Schutz der Eisbärenpopulation aufmerksam machen, die ein Symbol der Arktis und gleichzeitig ein Indikator für den Klimawandel ist. Durch die globale Erwärmung schmilzt das arktische Eis schneller und bildet sich später, wodurch sich die Jagdsaison für Robben verkürzt. Infolgedessen sind die Bären erschöpft, gezwungen, sich menschlichen Siedlungen anzunähern und geraten dadurch in Lebensgefahr.
Ein weiterer wichtiger Tag ist der Internationale Tag gegen Mobbing. Er soll Mobbing in Schulen, am Arbeitsplatz und im Internet bekämpfen. Mobbing äußert sich in Form systematischer Demütigung, Aggression oder Isolation und kann schwerwiegende psychische Folgen haben. Experten betonen, dass Unterstützung, offener Dialog und eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalt die wichtigsten Instrumente im Kampf gegen Mobbing sind.
Darüber hinaus wird am 27. Februar der Welttag der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) begangen. Er wurde 2010 ins Leben gerufen und erlangte 2014 auf Ebene des Ostseerats internationale Anerkennung. Ziel des Tages ist es, die Rolle von NGOs in der gesellschaftlichen Entwicklung hervorzuheben. NGOs engagieren sich aktiv in Bereichen wie Menschenrechtsschutz, Bildung, Medizin, Kultur, Ökologie und humanitärer Hilfe und sind oft die Ersten, die in Krisensituationen reagieren und Opfer unterstützen.
Der 27. Februar vereint somit spirituelles Erbe, ökologische Herausforderungen und soziale Initiativen und erinnert uns an die Bedeutung von Glaube, Verantwortung und Solidarität.

