Das staatliche Ermittlungsbüro hat einen Abgeordneten des Regionalrats von Schytomyr wegen versuchter Veruntreuung von Geldern festgenommen. Wie sich herausstellte, hatte der Beamte 10.000 US-Dollar gefordert, um einem Bürger einen begehrten Posten in einem staatlichen Gremium zu verschaffen.
Den Ermittlungen zufolge sprach der Abgeordnete im März 2025 einen Arbeitssuchenden an und bot ihm seine „Dienste“ an. In den Gesprächen versicherte er, einflussreiche Kontakte in Regierungsstellen zu haben und ein positives Auswahlergebnis „aushandeln“ zu können. Der Preis für diese „Einflussnahme“ betrug zehntausend Dollar.
Die Überweisung des gesamten vereinbarten Betrags erfolgte am 3. April in Kiew. Mitarbeiter der SBI nahmen den Beamten unmittelbar nach Erhalt der Gelder auf frischer Tat fest.
Das Gericht hat vorsorglich nächtlichen Hausarrest angeordnet. Parallel dazu läuft eine Voruntersuchung. Die Ermittler des SBI prüfen Hinweise auf eine mögliche Beteiligung weiterer Personen an dem Komplott, insbesondere von Vertretern staatlicher Stellen und Strafverfolgungsbehörden.
Im Falle einer Verurteilung drohen dem Stellvertreter bis zu 8 Jahre Haft und die Einziehung seines Eigentums.

