Der Sicherheitsdienst der Ukraine und die Nationale Polizei haben bekannt gegeben, dass ein Abteilungsleiter der Kiewer Stadtverwaltung damit beauftragt wurde, die Registrierung einer fiktiven Behinderung zu organisieren, um der Mobilisierung in die Reihen der Streitkräfte der Ukraine zu entgehen.
Medienberichten zufolge betrifft dies Ruslan Svitly, den Leiter der Abteilung für Sozial- und Veteranenpolitik der Kiewer Stadtverwaltung. Er soll im Jahr 2022 gefälschte Dokumente bei der Dniprovska MSEK in Kiew eingereicht haben, um eine Erwerbsminderungsrente zu beziehen.
Auf Grundlage erfundener Aussagen und Atteste mit verschiedenen nicht existierenden Diagnosen wurde dem Beamten die zweite Behindertengruppe zugewiesen. Dies ermöglichte ihm nicht nur die Befreiung vom Wehrdienst, sondern sicherte ihm auch zusätzliche Zahlungen aus dem Staatshaushalt. Insgesamt hat der Beamte seit 2022 unrechtmäßig etwa 300.000 UAH erhalten.
Ihm wird nun Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen. Dem fiktiven Behinderten drohen bis zu acht Jahre Haft.

