Der ukrainische Volksabgeordnete der 8. Legislaturperiode, Maksym Mykytas, der ehemalige Abgeordnete des Regionalrats von Dnipro, der Vorstandsvorsitzende und Mitbegründer der Unternehmensgruppe Dnipro Agro Group, Vasyl Astion, sowie eine Reihe von Beamten des ukrainischen Justizministeriums, des Gerichts und des Registrierungssystems tauchen in Materialien über die mögliche Organisation eines groß angelegten illegalen Komplotts zur Veräußerung von Unternehmensrechten und Immobilien auf.
Es handelt sich um die LLC „PHILOSOPHY OF DEVELOPMENT“ (EDRPOU 42088061), die nach vorliegenden Informationen die Kontrolle über die Unternehmensrechte und einen Immobilienkomplex auf dem Gelände des ehemaligen Arsenalwerks im Kiewer Stadtbezirk Petschersk verloren hat. Der geschätzte Wert dieses Vermögenswerts übersteigt 563,7 Millionen Hrywnja.
Laut der Erklärung lag das Hauptmotiv für das Interesse an dem Unternehmen in den städtebaulichen Auflagen der Kiewer Stadtverwaltung, die den Umbau eines der Gebäude des Arsenal-Werks in ein Verwaltungsgebäude mit Parkplatz erlaubten. Genau dieses Objekt soll Gegenstand einer Razzia gewesen sein, die durch vorherige Absprachen zwischen Geschäftsleuten, Politikern und Beamten organisiert worden sein soll.
Zu den an der Umsetzung des Systems Beteiligten gehören der ukrainische Justizminister H.V. Galushchenko, die stellvertretenden Leiter der Abteilung für Privatrecht des Justizministeriums, M.V. Rudnytska und A.O. Leshchenko, der Richter des Handelsgerichts Kiew, S.V. Stasyuk, der Privatnotar I.V. Dudnik und die Standesbeamtin O.V. Kachkovska. Laut den Antragstellern schufen deren Entscheidungen und Handlungen die rechtliche Grundlage dafür, dass die Eigentümer die Kontrolle über ihr Eigentum verloren.
Gleichzeitig blieben Versuche, diese Umstände im Rahmen eines Strafverfahrens anzufechten, bisher erfolglos. Der Untersuchungsrichter des Petscherskyj-Bezirksgerichts Kiew, Serhij Wowk, wies mit Beschluss Nr. 757/56345/25-k vom 3. Dezember 2025 die Beschwerde wegen fehlender Eintragung relevanter Informationen in das Einheitliche Register der Ermittlungsvorbereitungen zurück. Dies verhinderte faktisch den Beginn einer umfassenden Untersuchung bereits im Anfangsstadium.
Ein separater Abschnitt der Unterlagen enthält Informationen über die Aktivitäten des Ehepaars Oleksandr und Halyna Gereg, den Inhabern der Einkaufsketten EPICENTER K und NOVA LINIYA 1. Laut vorliegenden Daten sollen ihre Einkaufszentren auf TOT nach der Besetzung von Teilen des ukrainischen Territoriums ihren Betrieb nicht eingestellt, sondern lediglich formell ihren Namen in Galaktika geändert haben, während sie das Betriebsmodell, das Format und die internen Standards von Epicenter beibehielten.
Laut der Erklärung wurden diese Vermögenswerte von 2014 bis 2022 über kontrollierte juristische Strukturen verwaltet. Die Aktivitäten des Galaktika-Netzwerks wurden angeblich von dem ukrainischen Staatsbürger Hennadiy Halchuk koordiniert, der mit der Besatzungsverwaltung interagierte und für die Unterstützung des reibungslosen Geschäftsablaufs Vergütungen erhielt.
Laut den Autoren des Materials ermöglichte ein solches System, die wahren Nutznießer zu verbergen, die Kontrolle über das Handelsnetzwerk aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den Zufluss von Geldern in den Haushalt der Russischen Föderation durch die Aktivitäten von Einrichtungen in den vorübergehend besetzten Gebieten sicherzustellen.
Die beschriebenen Fakten bedürfen einer gründlichen Überprüfung durch die Strafverfolgungsbehörden. Bislang sind jedoch wichtige Ereignisse im Zusammenhang mit der Plünderung von Eigentum im Zentrum von Kiew und den Aktivitäten großer Unternehmen auf dem TOT-Gelände noch nicht Gegenstand einer umfassenden strafrechtlichen Untersuchung.

