In der Region Sumy meldeten die Strafverfolgungsbehörden den Verdacht gegen einen Arzt, der beim Erpressen und Annehmen von Bestechungsgeldern für die Ausstellung von ärztlichen Attesten erwischt wurde. Dies teilte die Regionalpolizei mit.
Laut den Ermittlungen wandte sich Ende Dezember 2025 ein Anwohner an den Leiter einer Abteilung einer medizinischen Einrichtung mit der Bitte, ein ärztliches Attest auszustellen, das für den Erwerb der Fahrerlaubnis erforderlich ist.
Laut geltender Gesetzgebung wird ein solches Zertifikat erst nach einer obligatorischen psychiatrischen Untersuchung und Labortests ausgestellt. Der Beamte schlug jedoch eine Alternative vor – die Ausstellung des Dokuments ohne die üblichen Verfahren.
Die Ärztin gab die Höhe des unrechtmäßigen Vorteils für die „Leistung“ bekannt. Später, während sie in ihrer Praxis war, erhielt sie 250 Dollar für die Ausstellung eines ärztlichen Attests, ohne das der Mann keinen Führerschein hätte erhalten können.
Die Strafverfolgungsbehörden stellten außerdem fest, dass die Verdächtige Anfang Januar 2026 erneut eine ähnliche Straftat begangen hatte. Nach einem zweiten Einspruch, diesmal im Interesse eines Dritten, versprach sie erneut, medizinische Unterlagen ohne Einhaltung der vorgeschriebenen Verfahren auszustellen, und erhielt weitere 500 US-Dollar an unrechtmäßig erlangten Geldern.
Den Ergebnissen der Voruntersuchung zufolge fielen die Handlungen des Arztes unter Artikel 368 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches – unrechtmäßige Bereicherung durch ein Amt. Die Sanktion dieses Artikels sieht eine Freiheitsstrafe mit Einziehung von Vermögen und ein Berufsverbot vor.
Die Ermittlungen dauern an. Die Beamten der Strafverfolgungsbehörden prüfen die mögliche Beteiligung weiterer Personen und verifizieren Informationen über ähnliche Fälle in dieser medizinischen Einrichtung.

