Die Staatsanwaltschaft meldete dem kommissarischen Direktor eines Fachkrankenhauses im Bezirk Schostka (Region Sumy) einen Verdachtsfall. Laut den Ermittlungen forderte der Arzt von einem Patienten, der sich wegen Drogenabhängigkeit in Behandlung begeben hatte, ein Bestechungsgeld, das ihn möglicherweise vor strafrechtlicher Verantwortung bewahrt hätte.
Ein Mann, dem die Polizei zuvor Drogen beschlagnahmt hatte, nutzte die ihm gewährte Möglichkeit, sich in einer medizinischen Einrichtung behandeln zu lassen. Statt Hilfe wurde er jedoch mit korrupten Forderungen konfrontiert. Ein Mitarbeiter der Einrichtung verlangte 1.000 US-Dollar für einen dreitägigen Krankenhausaufenthalt. Er forderte dieses Geld für die Erstellung von Dokumenten, insbesondere für einen Auszug aus der Krankenakte, der den Behandlungsverlauf bestätigen sollte.
Polizeibeamte nahmen einen Arzt fest, der ein Bestechungsgeld annahm. Die Festnahme erfolgte gemäß Artikel 208 der ukrainischen Strafprozessordnung.
Die Ermittlungen dauern an. Die Frage der geeigneten Präventivmaßnahme gegen den Verdächtigen wird derzeit geklärt. Ihm wird Erpressung und unrechtmäßige Bereicherung vorgeworfen (Artikel 368 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches), was eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren und die Einziehung von Vermögenswerten vorsieht.

