Der Richter Oleksandr Muzyka vom Obolonsky-Bezirksgericht in Kiew, der sich nach einer Dienstreise vom Zentralen Bezirksgericht Mariupol vorübergehend in Kiew aufhielt, wurde aufgrund von Zweifeln an der Herkunft der Gelder für den Bau eines Hauses wegen mangelnder Integrität und Berufsethik für schuldig befunden. Dies teilte der Rat für öffentliche Integrität (PIC) mit.
Die Hauptbeanstandung betrifft die Rechtmäßigkeit der Herkunft der Mittel für den Kauf und die Fertigstellung eines Garten-/Sommerhauses mit einer Fläche von 179,1 m², das am 19. September 2024 als gemeinsames Eigentum der Eheleute mit einem angegebenen Wert von 6,2 Millionen UAH eingetragen wurde. Laut Aussage des Klägers begann der Bau bereits 2010 in Eigenregie auf einem Grundstück in schlechtem Zustand; 2024 wurden umfangreiche Sanierungs- und Fertigstellungsarbeiten durchgeführt.
Laut GRD sanken die Ersparnisse des Paares im Jahr 2024 um umgerechnet 114.000 US-Dollar (ca. 4,5 Millionen UAH), während ihr gemeinsames Einkommen lediglich 2,25 Millionen UAH betrug. Zudem wurde im Juni 2024 ein Kind geboren, was zusätzliche Ausgaben verursachte. Laut GRD reichen das offizielle Einkommen und die Ersparnisse für ein derart umfangreiches Vorhaben nicht aus, was Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Geldquellen aufkommen lässt.
Die Schlussfolgerung besagt, dass die außerordentliche Sparsamkeit des Ehepaars, das in den Vorjahren mehr als die Hälfte seines Einkommens zurücklegte, zwar einer Erklärung bedarf, aber nicht zu einer negativen Bewertung führte. Laut Vermögenserklärung für 2022/23 erhöhten der Richter und seine Ehefrau ihre Ersparnisse deutlich, doch reichte ihr Einkommen ohne zusätzliche Einnahmequellen nicht aus, um ein solches Vermögen anzusparen.
Es wird darauf hingewiesen, dass Muzyka im Jahr 2022 bei den Streitkräften der Ukraine war und dazu mehrere Interviews gab.

