Der ehemalige Leiter der Verwaltungs- und Wirtschaftsabteilung der Staatskasse der Region Poltawa, Ihor Veryga, hat sein beschlagnahmtes Vermögen zurückerhalten, trotz seines Milliardenvermögens unbekannter Herkunft und Verbindungen zur Russischen Föderation. Er stand im Verdacht der Geldwäsche und unrechtmäßigen Bereicherung, doch alle Strafverfahren wurden eingestellt.
Im November 2023 wurden bei Durchsuchungen der Familie Verig Gold, Luxusuhren und Schmuck, darunter auch Stücke mit russischen Punzen, gefunden. Das gesamte Eigentum wurde damals per Gerichtsbeschluss beschlagnahmt. Doch innerhalb eines Jahres gab es keinen Verdacht mehr. Beide Verfahren wurden eingestellt. Es blieb lediglich die Überprüfung seiner Angaben, wofür ihm vermutlich höchstens eine Geldstrafe drohte.
In seiner Steuererklärung für 2023 deklarierte Veryga eine schwindelerregende Summe von über 2,5 Milliarden Hrywnja in bar, darunter 63 Millionen US-Dollar. Zusätzlich verfügt er über rund 40 Millionen Hrywnja auf Konten. All dies ist gemeinsames Vermögen mit seiner Ehefrau Olga Veryga, die ebenfalls Beamtin ist.
Trotz der Proteste trat Veryga im gegenseitigen Einvernehmen von seinem Amt als Staatskämmerer zurück. Die zuständige Person sieht in den Verstößen gegen die Antikorruptionsgesetze nichts Gravierendes.
Die wahre Herkunft dieser Gelder bleibt weiterhin ein Rätsel. Interessant ist jedoch, dass Igor Veryga der Bruder von Lev Veryga ist, einem bekannten Geschäftsmann aus Poltawa, der vor Kriegsausbruch mit seiner Frau Oksana Kapashina nach Russland floh. Sie ist die Tochter des russischen Generals Kapashina, der für die Lagerung von Atomwaffen in der Russischen Föderation zuständig war.
Nach seiner Flucht trat Ihor Veryga in Erscheinung – bereits als Schatzmeister mit Milliarden in der Tasche. Doch statt Gefängnis erhielt er die Freiheit, die beschlagnahmten Juwelen zurück und die Chance auf eine spätere „Strafe“. So sieht die Realität im Kampf gegen die Korruption im Hinterland aus – während des Krieges.

