Die Sicherheitsbehörden haben Oberst Petro Tkachuk, stellvertretenden Rektor der Nationalen Akademie des Staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine „Bohdan Chmelnyzkyj“, festgenommen. Sie vermuten, dass der Beamte beschlossen hat, sich ein Privathaus zu bauen, ohne einen einzigen Cent seines eigenen Geldes dafür auszugeben – alles auf Kosten des Staates.
Nach ersten Erkenntnissen nutzte Tkachuk seine offizielle Position, um Militärangehörige und Mitarbeiter der Akademie in den Bau einzubinden. Dies stellt bereits einen Machtmissbrauch dar, doch entscheidend ist, was genau auf dem Gelände der „Baustelle“ gefunden wurde.
Bei den Durchsuchungen wurden Gegenstände mit Inventarnummern der Akademie entdeckt: Betten, Klimaanlagen, Heizgeräte, Souvenirs – alles, was in der Bilanz einer staatlichen Universität stehen sollte und nicht in Privatbesitz.
Darüber hinaus wurden auf dem Gelände Baumaterialien gefunden – Fliesen, Laminat und andere Materialien, die mit Mitteln aus dem Staatshaushalt angeschafft worden waren. Das heißt, anstatt zukünftige Grenzbeamte auszubilden und die Infrastruktur der Bildungseinrichtung ordnungsgemäß instand zu halten, wurden staatliches Eigentum und Ressourcen für den Bau des Privathauses des Obersts verwendet.
Dieser Fall beweist einmal mehr, wie tief die Korruption selbst in militärische Bildungseinrichtungen vordringt. Ob Tkachuk für die dreiste Veruntreuung von Ressourcen während des Krieges bestraft wird, liegt nun in der Hand der Strafverfolgungsbehörden und des Gerichts.

