Der Fall des Direktors der Gemeinde Pleso wegen Veruntreuung von Haushaltsgeldern wurde an das Gericht verwiesen

Die Generalstaatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Direktor des städtischen Unternehmens „Pleso“ erhoben. Dem Beamten wird die Veruntreuung von Haushaltsmitteln und die Urkundenfälschung im Zusammenhang mit der Durchführung eines Umweltprojekts in Kiew vorgeworfen.

Es geht um Arbeiten, die 2021 aus dem Umweltschutzfonds der Stadt finanziert wurden. Damals stellte der Kiewer Stadtrat Mittel für die Einrichtung von Wasserschutzzonen zum Schutz der Wasserressourcen der Hauptstadt bereit.

Auftraggeber der betreffenden Arbeiten war die Gemeinde Pleso.

Den Ermittlungen zufolge versuchte die Unternehmensleitung, Budgetmittel vor Ende des Geschäftsjahres zu verwenden. Zu diesem Zweck wurde eine zweite Ausschreibung für die Entwicklung von Landnutzungsprojekten veröffentlicht, obwohl die vorherige Auftragsvergabe noch nicht abgeschlossen war.

Den Zuschlag für die Ausschreibung erhielt ein privates Unternehmen, das laut Strafverfolgungsbehörden möglicherweise Verbindungen zu dem Beamten hatte.

Am 17. Dezember 2021 unterzeichneten die Parteien einen Vertrag über die Durchführung von Arbeiten an fünf Stränden der Hauptstadt, darunter die Truchaniv-Insel und die Venezianische Insel. Am 23. Dezember wurde die Abnahmebescheinigung unterzeichnet, und am 30. Dezember wurde der Betrag an den Auftragnehmer überwiesen.

Gleichzeitig ergab die Untersuchung, dass ein Teil der abgerechneten Arbeiten tatsächlich nicht notwendig gewesen war, aber dennoch in den Unterlagen aufgeführt und bezahlt wurde. Nach ersten Schätzungen entstand dem Staat ein Schaden von rund 1,7 Millionen Hrywnja.

Dem Direktor des Pleso KP wird die Veruntreuung von Haushaltsmitteln in besonders hohem Umfang sowie die Urkundenfälschung vorgeworfen. Die Taten sollen in gemeinsamer Absprache mit einer Gruppe von Personen begangen worden sein. Ein Strafverfahren wurde gemäß Artikel 191 Absatz 5, Artikel 28 Absatz 2 und Artikel 366 Absatz 1 des ukrainischen Strafgesetzbuches eingeleitet.

Im Rahmen derselben Untersuchung wurde zuvor der Leiter eines Privatunternehmens als verdächtig gemeldet; den Ermittlungen zufolge handelte er in Absprache mit einem Beamten eines Versorgungsunternehmens.

Darüber hinaus haben Staatsanwälte der Spezialisierten Umweltstaatsanwaltschaft gerichtlich die Aufhebung der illegal eingerichteten Wasserschutzzonen auf den Inseln Truchaniv und Venetsiansky erwirkt. Die entsprechenden Einträge wurden bereits aus dem staatlichen Kataster gelöscht.

Die Staatsanwaltschaft merkt an, dass dies weitere Manipulationen am Land und eine mögliche Entwicklung dieser Gebiete unmöglich macht.

Gleichzeitig gilt gemäß der Verfassung der Ukraine, dass eine Person bis zum rechtskräftigen Beweis ihrer Schuld und der Bestätigung ihrer Schuld durch ein Gerichtsurteil als unschuldig gilt.

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