Trotz maroder Straßen, veralteter Infrastruktur und fehlender Kindergartenplätze lebt die Familie des Bürgermeisters von Jaremtschi, Andrij Myrjojak, in Saus und Braus. Allein im Jahr 2024 gab die Frau des Bürgermeisters ein Einkommen von 20 Millionen Hrywnja an – und das, obwohl ihr Bauunternehmen, das zuvor Aufträge gewonnen hatte, derzeit offiziell keinen Gewinn erwirtschaftet.
Die Haupteinnahmequelle der Familie ist laut Erklärung ein weiterhin bestehender Holzverarbeitungsbetrieb. Dieser soll angeblich Millionen erwirtschaften, doch die gezahlten Steuern sind überraschend niedrig: lediglich 600.000 Hrywnja bei einem Einkommen von 20 Millionen. Das ist um ein Vielfaches weniger als gesetzlich vorgeschrieben.
Luxusautos und Immobilien in Großstädten
Obwohl der Bürgermeister selbst ein unauffälliges Auto fährt, besitzen seine engsten Verwandten einen ganzen Fuhrpark teurer Fahrzeuge. Seine Frau, seine Tochter und seine Schwiegermutter fahren unter anderem einen Volvo XC90 und einen Lexus LX 470. Seine Tochter, die vor Kurzem ihr Studium abgeschlossen hat, konnte sich bereits eine teure Wohnung in Kiew und zwei neue Autos leisten.
Unternehmen im Herzen des Reservats
Journalisten entdeckten zudem eine Touristenhütte in einem Naturschutzgebiet der Karpaten, wo jegliche kommerzielle Tätigkeit verboten ist. Die Hütte gehört einem Verwandten des Bürgermeisters – seinem Schwager. Keine Genehmigungen, keine Vereinbarungen, keine Antworten vom Bürgermeister – nur verwirrende Erklärungen und Versuche, eine klare Antwort auf die Frage nach der Herkunft des Familienvermögens zu vermeiden.
Während die Einheimischen über den Zustand der Stadt empört sind, bereichert sich die Familie von Andriy Myronyak, indem sie Luxusimmobilien aufkauft und in Sperrgebieten Geschäfte betreibt. Doch wird es ihnen gelingen, die Herkunft dieses Reichtums lange zu verbergen?

