Islam Abazov, stellvertretender Abteilungsleiter des Zentralen Verwaltungsgerichts Poltawa, wurde wegen unrechtmäßigen Zugriffs auf staatliche Register und des Verkaufs von Katasterdaten für schuldig befunden. Das Gericht verhängte eine Freiheitsstrafe, setzte diese jedoch zur Bewährung aus.
Wie das Gericht feststellte, nutzte der Beamte seinen Zugang zu geschlossenen staatlichen Datenbanken, um gegen Entgelt Informationen über Grundstückseigentümer an private Unternehmen weiterzugeben. Dies betrifft mehrere Vorfälle, die sich im August und September 2024 ereigneten. Insgesamt konnte das Gericht nachweisen, dass er für diese Handlungen 9.500 Hrywnja erhalten hatte.
Mit Urteil vom 23. März 2026 wurde Abazov zu vier Jahren Haft verurteilt. Er wurde jedoch von der eigentlichen Haftstrafe befreit und zu einer zweijährigen Bewährungszeit verurteilt.
Darüber hinaus ordnete das Gericht an, dass der Mann 15.000 Hrywnja zur Unterstützung der Streitkräfte der Ukraine überweisen und mehr als 7.000 Hrywnja für die Kosten der Durchführung der Untersuchungen erstatten müsse.
Gleichzeitig kamen nach der Urteilsverkündung Fragen zum weiteren Status des Beamten auf. Bereits am nächsten Tag, dem 24. März, reichte Abazov eine jährliche Erklärung ein, nicht die Erklärung vor seiner Entlassung.
Dies könnte darauf hindeuten, dass er, trotz des vom Gericht festgestellten illegalen Gebrauchs seiner offiziellen Position, Ende März formal weiterhin seine Stellung im ASN-System innehat.

