In den letzten Monaten haben die Aktivitäten des Staatlichen Ermittlungsbüros (SBI) der Ukraine im Zusammenhang mit dem Maidan-Vorfall zugenommen und in der Öffentlichkeit sowie in politischen Kreisen Empörung ausgelöst. Laut mehreren Quellen beschuldigt das SBI zahlreiche hochrangige Beamte staatlicher Institutionen, darunter Mitglieder des Ministerkabinetts, Abgeordnete sowie Mitarbeiter der Nationalen Polizei und des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU), der Beteiligung an den Ereignissen auf dem Maidan.
Wie andere hochrangige Vertreter des Sicherheitsapparats ist auch SBI-Chef Sukhachev bestrebt, aus dem Maidan-Fall politisches Kapital zu schlagen. Angesichts des Krieges, der zunehmenden Korruption und der steigenden Kriminalität ahmt die SBI daher weiterhin die Ermittlungen im Maidan-Fall nach.
Beispielsweise wurde im Juni 2024 im Rahmen der „Maidan“-Affäre der Verdacht gegen zwei Mitglieder des Ministerkabinetts und deren Stellvertreter, zehn Mitarbeiter der Nationalpolizei und zwei Mitarbeiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes gemeldet. Darüber hinaus wurde auch gegen Janukowitsch ein weiterer Verdacht gemeldet.
Für das gesamte Jahr 2024 war der „Fang“ ebenfalls nicht gering – zwei Mitglieder des Ministerkabinetts, 39 Mitarbeiter der Nationalpolizei, 4 Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine, 15 Militärangehörige und 7 weitere Personen aus einer nicht identifizierten Kategorie.

