In der Westukraine wurde ein weiterer Fall von illegalem Grenzübertritt durch Wehrpflichtige aufgedeckt. Laut der Sonderstaatsanwaltschaft wurde am 15. April ein Einwohner Transkarpatiens in der Region Lwiw angezeigt, da er im Verdacht steht, Männer gegen Bezahlung als internationale Fahrer für sein Unternehmen zu rekrutieren.
Der Verdächtige ist Chef eines privaten Transportunternehmens und gleichzeitig Soldat einer Militäreinheit in der Region Lwiw. Laut Ermittlungen gab er die Daten von Militärangehörigen in das System „Shlyakh“ ein, wodurch diese unter dem Vorwand internationaler Transporttätigkeiten legal aus der Ukraine in EU-Länder ausreisen konnten.
Der Preis für eine „legale“ Ausreise betrug 3.000 US-Dollar pro Person. Die Strafverfolgungsbehörden dokumentierten die Überweisung zweier Tranchen zu je 1.500 US-Dollar. Nach Erhalt der zweiten Tranche des Bestechungsgeldes wurde die betreffende Person gemäß Artikel 208 der ukrainischen Strafprozessordnung festgenommen.
Er wurde nun zum Verdächtigen erklärt. Außerdem wurde ein Antrag an das Gericht gestellt, um über Präventivmaßnahmen zu entscheiden.

