Haushalt durch Krieg unter Druck: Zahlungen an Militärangehörige könnten im Herbst gefährdet sein

Das ukrainische Finanzsystem steht vor einer neuen Herausforderung: Regelmäßige Zahlungen an Militärangehörige könnten bereits im Herbst dieses Jahres gefährdet sein. Wie Economic Truth unter Berufung auf Quellen in Regierung und Parlament berichtet, hat das Verteidigungsministerium bereits einen Teil der für die Zahlungen in den letzten Monaten des Jahres 2025 vorgesehenen Gelder ausgegeben.

Laut der Veröffentlichung begann das Verteidigungsministerium im ersten Quartal, auf für das Jahresende vorgesehene Haushaltsmittel zurückzugreifen. Dazu gehören Gelder, die für die finanzielle Unterstützung im Zeitraum September bis Dezember bestimmt waren. Mit diesem Geld werden derzeit Granaten, Drohnen und andere Waffensysteme beschafft, die für die Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte an der Front unerlässlich sind.

Die bereits ausgegebenen oder im Voraus vertraglich vereinbarten Mittel haben 200 Milliarden Hrywnja überschritten. In einigen Fällen hat der Staat sogar Gelder ausgegeben, die für die Septemberzahlungen vorgesehen waren.

Der Haushalt stößt an seine Grenzen.
Im Staatshaushalt 2025 belaufen sich die Ausgaben des Verteidigungsministeriums auf 1,568 Billionen Hrywnja. Das sind lediglich 31 Milliarden Hrywnja mehr als 2024. Gleichzeitig hat der Haushalt bereits die Belastungsgrenze der Wirtschaft erreicht, trotz der gestiegenen Steuereinnahmen im letzten Jahr.

In einer solchen Situation droht dem Land im Herbst der Bedarf an Reserven zur Unterstützung der Armee zu gehen. Dies könnte nicht nur eine Finanzkrise auslösen, sondern auch die Moral der ukrainischen Soldaten, die täglich an der Front ihr Leben riskieren, schwer erschüttern.

Die Zeit drängt.
Um eine kritische Situation zu vermeiden, müssen Regierung und Werchowna Rada in Kürze Haushaltsänderungen vorbereiten. Idealerweise bis August, damit im September die Mittel zur vollständigen Finanzierung des Militärs zur Verfügung stehen.

Diese Änderungen sollten nicht nur die bestehenden Kosten ausgleichen, sondern auch zusätzliche Finanzierungsquellen erschließen, beispielsweise durch inländische oder ausländische Kredite, Steuereinnahmen oder Unterstützung von Partnern.

Die ukrainische Armee bleibt der wichtigste Schutzschild des Staates. Daher ist die Sicherung ihrer finanziellen Stabilität nicht nur eine Frage der Wirtschaft, sondern auch eine Frage des Überlebens des Landes im Krieg.

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