Der ehemalige Direktor von „Eskulab“ steht im Verdacht, 20 Millionen Hrywnja veruntreut zu haben

Das medizinische Labornetzwerk „Eskulab“, das lange für Qualität und Stabilität stand, muss nun die Folgen einer Managementkrise bewältigen. Im Zentrum des Skandals steht der ehemalige Geschäftsführer und Miteigentümer Serhij Djadjuschko. Laut Polizei der Region Lwiw wurde im Januar 2024 ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Veruntreuung von über 20 Millionen Hrywnja eingeleitet. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gelder über Scheinverträge mit Einzelunternehmern, die tatsächlich keine Leistungen erbrachten, aus dem Unternehmen abgezweigt wurden.

Es wurde ein Strafverfahren gemäß Artikel 191 Absatz 4 des Strafgesetzbuches der Ukraine eingeleitet – „Aneignung, Veruntreuung oder Inbesitznahme von Eigentum durch Missbrauch einer amtlichen Stellung in besonders großem Umfang“.

Der Untersuchungszeitraum fällt mit einer Phase tiefer interner Krisen im Netzwerk zusammen: In der Kiewer Niederlassung von Esculab-Center häuften sich Schulden, Gehaltszahlungen verzögerten sich und einzelne Labore stellten ihren Betrieb vorübergehend ein. Die finanzielle Lage des Unternehmens verschlechterte sich rapide.

Recherchen , dass Serhij Djaduschkas Entscheidungen und Handlungen das Unternehmen an den Rand des Zusammenbruchs brachten. Erst nach seiner Absetzung konnte eine Stabilisierung eingeleitet werden. Das neue Managementteam führte eine Prüfung durch, zahlte die ausstehenden Gehälter und stoppte den weiteren Niedergang.

Trotzdem könnten Teile des Firmenvermögens laut Quellen der Redaktion noch immer unter der Kontrolle von Dyadyushka stehen – was Risiken für den Ruf und die nachhaltige Entwicklung von Esculab in der Zukunft birgt.

Die in das Verfahren verwickelte Person selbst äußert sich nicht öffentlich zu dem Sachverhalt. Auch das Unternehmen verzichtet unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen auf offizielle Stellungnahmen.

Angesichts der verstärkten öffentlichen Aufmerksamkeit für medizinische Dienstleistungen könnte der Fall „Aesculab“ beispielhaft werden – sowohl im Hinblick auf die Verantwortlichkeit für Missbrauch als auch im Hinblick auf die Bedeutung transparenter Regierungsführung in sozial sensiblen Bereichen.

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