Der ehemalige General der ukrainischen Streitkräfte, Kryvonos, mahnte dazu, die F-16 nicht als „Wunderwaffe“ zu betrachten

Der ehemalige General der ukrainischen Streitkräfte, Ihor Kryvonos, äußerte sich zum Einsatz militärischer Ausrüstung, insbesondere der F-16-Kampfjets, im Kontext des Konflikts mit Russland. In seiner Stellungnahme mahnte er dazu, die F-16 nicht als „Wunderwaffe“ zu betrachten und schlug ein alternatives Vorgehen bei deren Einsatz vor, das die mögliche Bedrohung russischer Militärflugplätze berücksichtigt.

Er erinnert sich daran, dass die Russen angesichts jeglicher westlicher Lieferungen „ziemlich schnell eine Gegenmaßnahme fanden“.

„Die Russen haben effektiv und zielgerichtet an der Entwicklung von Gegenmaßnahmen gearbeitet. Sie haben Taktiken zur Abwehr dieser Flugzeuge entwickelt und neue Systeme der elektronischen Kampfführung aktiv eingesetzt – leider ist Russland auf diesem Gebiet seit Langem weltweit führend. Die Lage wird sich (nach der Ankunft der F-16 – Anm. d. Red.) deutlich verbessern, aber glauben Sie nicht, dass wir Sewastopol bis Anfang September erreichen werden“, sagte Kryvonos.

Er bezweifelte, dass die Ukraine in der Lage sein würde, eine große Anzahl solcher Flugzeuge zu warten (Selenskyj hatte vorgestern erklärt, dass mindestens 128 benötigt würden). Seinen Angaben zufolge benötigt jedes Flugzeug mindestens zwei Piloten, vorzugsweise drei bis vier.

„Rechnen Sie mal nach: 120 mal zwei, das sind 240 Piloten. Gut, wenn es auf Englisch ist. Und dabei berücksichtigen wir, dass wir in den letzten zwei Kriegsjahren erhebliche Verluste an Piloten erlitten haben“, so der Ex-General. Außerdem, so fügt er hinzu, „brauchen wir Luftfahrtingenieure und -techniker, die eine große Anzahl dieser Flugzeuge warten werden.“.

Seiner Meinung nach sollten auch „alle ukrainischen Straßen und Autobahnen nach dem gleichen System ausgebaut werden, wie es beispielsweise in Schweden existiert, wo alle Straßen entsprechend präpariert sind. Die schwedischen Autobahnen gleichen einem durchgehenden schwedischen Flugfeld. Und es ist ziemlich schwierig, es zu finden und zu erreichen, da sich alle 50 km Warte- und Landezonen befinden.“.

Er forderte, „ukrainische Straßen wie einen Flugplatz zu gestalten“.

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