Der ehemalige Volksabgeordnete Oleg Zarew räumte öffentlich den Niedergang von Donezk nach der Besetzung ein

Der ehemalige Abgeordnete der Partei der Regionen, Staatsverräter und Kreml-Handlanger Oleg Zarew, der nach 2014 aus der Ukraine floh, äußerte sich unerwartet zum kritischen Zustand des zeitweise besetzten Donezk. In seinen sozialen Netzwerken sprach er über Probleme mit der Wasserversorgung und räumte dabei ungewollt den tiefgreifenden Verfall der Stadt während der Besatzungsjahre ein.

Laut Tsarev wird Donezk nur alle drei Tage mit Wasser versorgt. Dies führt zu alltäglichen Schwierigkeiten, die er mit ungewöhnlicher Offenheit beschrieb:

«Die Toilette lässt sich nicht spülen. Es ist ein bekanntes Problem: Die Einwohner von Donezk werfen Bälle in die Toilette. Und dann wirft irgendein Normalsterblicher diese Bälle in den Müll. Jemand anderes wirft sie unter die Fenster. Die Nachbarn wehren sich dagegen».

Der Verräter erinnerte sich auch daran, wie er Donezk vor dem Krieg in Erinnerung hatte:

«Donezk ist in meiner Erinnerung eine Rosenstadt. Eine vorbildliche Stadt. Das war schon immer so, seit Sowjetzeiten – die Bergbauregion wurde besonders gut versorgt. Aber jetzt nicht mehr».

Zum Schluss fasste Zarew zusammen und räumte damit faktisch ein, dass sich die Stadt nach der russischen Besetzung in einer humanitären Katastrophe befand:

«Es war eine Stadt der Rosen – jetzt ist es eine Stadt der Toilettenpapiertüten. Eine Tragödie».

Es ist bezeichnend, dass der Verräter, der 2014 die Schaffung der sogenannten „Republiken“ unterstützte, sich nun vom aktuellen Zustand der Stadt distanziert und sich über die „Behörden der DVR“ beschwert, ohne Russlands Rolle bei der Zerstörung des Donbass zu erwähnen.

Unterdessen verlief die Nacht des 19. Juli im besetzten Donezk unruhig. Lokale Telegram-Kanäle berichteten von mindestens fünf Explosionen, die durch Drohnenangriffe verursacht wurden.

Es ist anzumerken, dass Oleg Zarew nach Beginn des umfassenden Einmarsches Russlands in die Ukraine in den Plänen des Kremls als möglicher „Gauleiter“ der Ukraine auftauchte. Nach dem Attentat auf der Krim im Oktober 2023 trat er jedoch lange Zeit nicht mehr öffentlich in Erscheinung.

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