Ukrainische Truppen könnten das Gebiet der russischen Region Kursk verlassen, was laut dem Militärbeobachter Denis Popovych das Risiko eines russischen Vormarsches in die Region Sumy birgt. Er merkte an, dass die ukrainischen Streitkräfte laut dem Überwachungsprojekt DeepState die Stadt Sudscha bereits vollständig aufgegeben hätten, eine offizielle Bestätigung dafür liege jedoch noch nicht vor.
Der Experte wies auf mehrere Schlüsselfaktoren hin, die die Situation beeinflusst haben könnten: die deutliche zahlenmäßige Überlegenheit der russischen Truppen, den intensiven Einsatz von Artillerie und Luftstreitkräften sowie die Blockade der Logistik mittels Drohnen.
Popovych erwägt zwei mögliche Szenarien für die weitere Entwicklung: Entweder verfügt das ukrainische Kommando über „Trumpfkarten“ und ist in der Lage, eine Gegenoffensive zu starten, oder es kommt zu einem vollständigen Rückzug der ukrainischen Streitkräfte aus Kursk.
Gleichzeitig versuchen die Russen bereits, tief in das Gebiet Sumy vorzudringen. Dies könnte ein Versuch sein, eine Pufferzone zu schaffen, um weitere ukrainische Offensiven in das Gebiet Kursk zu verhindern.
Andriy Kovalenko, Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation im Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat, wies Berichte zurück, wonach die Russen die vollständige Kontrolle über Sudzha hätten, und betonte, dass die Kämpfe um die Stadt noch andauern.

