Die Ukraine schließt die Vorbereitungen für die Herbst-Winter-Saison 2024/25 ab. Trotz der Befürchtungen einer möglichen Energieknappheit dürften die Gasreserven für eine stabile Saison ausreichen. Energieminister Herman Galushchenko erklärte in der Fragestunde des Parlaments, die Gasreserven der Ukraine reichten aus, um den Bedarf sowohl der Haushalte als auch der Kraftwerke zu decken.
„Wir werden über genügend Gas verfügen, um die Heizperiode zu überstehen. Darüber hinaus werden wir, unter Berücksichtigung des erhöhten Verbrauchs in den Kraftwerken, über ausreichend Gas verfügen“, versicherte der Minister.
Galushchenko wies zudem darauf hin, dass die Ukraine Abkommen über die Möglichkeit von Gasimporten bei Bedarf abgeschlossen hat. Dies schaffe eine zusätzliche Stabilitätsgarantie für das ukrainische Energiesystem, insbesondere angesichts der erhöhten Belastung des Energiesektors im Winter.
Anfang Oktober erklärte der Vorstandsvorsitzende von Naftogaz Ukraine, Oleksiy Chernyshov, dass die Ukraine bis zum Beginn der Heizperiode 13,2 Milliarden Kubikmeter Gas in unterirdischen Speichern ansammeln wolle. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich bereits 12,6 Milliarden Kubikmeter in den Speichern. Chernyshov merkte an, dass bis zum 1. November dank eines Kredits der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) weitere 500 bis 600 Millionen Kubikmeter Gas eingespeist werden sollen.
Laut Chernyshov verbrauchte die Ukraine in der vergangenen Heizperiode 6,7 Milliarden Kubikmeter Gas aus unterirdischen Speichern. Man rechnet damit, dass der Verbrauch in diesem Jahr auf einem ähnlichen Niveau liegen wird. Dank der Speicherreserven und der Möglichkeit, Gas zu importieren, ist das ukrainische Energiesystem für den erhöhten Winterbedarf gerüstet.
Die Energiesicherheit ist angesichts der schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage für die Ukraine von entscheidender Bedeutung. Das Energieministerium ist jedoch zuversichtlich, dass die notwendigen Maßnahmen ergriffen wurden und die Gaslieferverträge ausreichend Vertrauen in die Stabilität des Energiesystems schaffen.

