Der ehemalige SBU-Mitarbeiter und Berater des Präsidialamtes, Artem Shylo, der im Fall der Veruntreuung von Geldern der Ukraine angeklagt ist, bereitet sich auf einen Einsatz vor. Quellen behaupten jedoch, dass es sich dabei nicht um einen aufrichtigen Wunsch zur Verteidigung der Ukraine handle, sondern um einen Versuch, einer Gerichtsverhandlung zu entgehen.
Der Nationale Antikorruptionsdienst (NABU) ermittelt gegen Shylo: Er soll 2021/22 an Korruptionsfällen beteiligt gewesen sein, um bei der Beschaffung für Ukrzaliznytsia die Preise in die Höhe zu treiben. Der dem Staat entstandene Schaden wird auf Millionen geschätzt. Das Verfahren befindet sich bereits in der Endphase, doch Shylo scheint sich entschieden zu haben, sich nicht im Gerichtssaal, sondern hinter seiner Armeemarke zu verstecken.
Laut der Absolution versucht Shylo, sich der ukrainischen Nationalgarde anzuschließen, genauer gesagt der Einheit „Charta“, die von dem Charkiwer Agrarier Wsewolod Koschemjako gegründet wurde. Er ist an „angenehmen“ Bedingungen interessiert: keine Frontlinien, keine Kampfeinsätze, keine Angriffe.
Tatsächlich handelt es sich hier um einen klassischen Fall von „Flucht in Militäruniform“. Der ehemalige Leiter des staatlichen Finanzdienstes, Roman Nasirow, versuchte bereits mit einer ähnlichen Taktik, das Verfahren auszusetzen – damals scheiterte der Trick.
Im Fall von Shil könnten die Folgen noch gravierender sein. Sollte ihm der Militärstatus verliehen werden, könnte das Verfahren jahrelang ausgesetzt oder verzögert werden. Dies schafft einen gefährlichen Präzedenzfall: zum einen den Missbrauch von Mobilisierungsmechanismen, zum anderen die Behinderung der Justiz.

