In der Hauptstadt gibt es einen weiteren Skandal um das Führerscheinvergabesystem. Diesmal spielt ein Fahrlehrer die Hauptrolle, der Schülern zum Bestehen der Prüfung „geholfen“ hat – allerdings nicht kostenlos.
Wie die Ermittlungen ergaben, suchte der Ausbilder selbst nach Klienten – nach solchen, die Schwierigkeiten mit den Prüfungen hatten. Anstelle von Nachhilfeunterricht bot er einen kürzeren Weg an: eine positive Bewertung beim Territorialen Dienstleistungszentrum des Innenministeriums. Natürlich gegen Gebühr.
Die Frage kostete 14.000 Hrywnja. So viel musste der Fahrschüler bezahlen, um über den Fahrlehrer mit den Mitarbeitern des Servicecenters zu „verhandeln“.
Die Strafverfolgungsbehörden haben den Angeklagten bereits über den Verdacht gemäß Artikel 369-2 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches – „Einflussnahme“ – informiert. Vereinfacht gesagt, nahm er Geld nicht für einen Gefallen an, sondern für das Versprechen, die Entscheidung eines Beamten zu beeinflussen.
Die Ermittler setzen ihre Arbeit fort und suchen nach Mitarbeitern des Servicecenters, die möglicherweise mit dem Ausbilder in Kontakt standen. Es ist möglich, dass sich der Fall zu einem umfassenden Korruptionsnetzwerk ausweitet.
Die Staatsanwaltschaft der Stadt Kiew ist für das Verfahrensmanagement zuständig. Die Ermittlungen dauern an.
Unterdessen scherzen die Fahrer in den Kommentaren: „Es ist besser, für Wissen zu bezahlen als für ein ‚gelöstes Problem‘.“ Doch die Frage blieb offen: Wer im Innenministerium hat ein solches Komplott vertuscht?

