Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen vier Einwohner von Charkiw wegen Betrugs erhoben, der im Rahmen einer früheren Verschwörung von einer Gruppe unter Einsatz elektronischer Computer begangen wurde. Dem Organisator der Gruppe wird zudem die Legalisierung von durch Straftaten erlangtem Vermögen vorgeworfen.
Den Ermittlungen zufolge gründete ein arbeitsloser Einwohner Charkiws eine kriminelle Vereinigung, der er drei weitere Personen – zwei Männer und eine Frau – anschloss. Die Komplizen organisierten über eine beliebte Fernsehsendung ein Fernheilungsprogramm und gaben sich unter falschen Namen als „Hellseher“ aus.
Zuschauer wurden dazu verleitet, Gelder auf kontrollierte Konten zu überweisen, um angeblich „Rituale“ durchzuführen, die schwere Krankheiten behandeln, „Schäden beseitigen“ und „Heilung“ bringen sollten. Die Opfer des Betrugs waren Bürger aus verschiedenen Regionen der Ukraine, darunter schwerkranke Menschen und deren Angehörige.
Der entstandene Schaden beläuft sich auf fast 6 Millionen Hrywnja. Die Gruppenmitglieder hoben das erhaltene Geld von Bankkarten ab und verteilten es unter sich. Den Angeklagten droht eine Strafanzeige wegen Betrugs und Geldwäsche gemäß den entsprechenden Paragraphen des ukrainischen Strafgesetzbuches.

